USA: 65 Kosponsoren für Gesetz zur Wiedereinführung von Glass-Steagall
7. Juni 2012 • 14:06 Uhr

Mit der Abgeordneten Judy Chu (D-CA32) unterstützen jetzt 65 US-Abgeordnete Marcy Kapturs Gesetzesvorlage H.R. 1489 zur Wiedereinführung des "Glass-Steagall"-Trennbankengesetzes. Hier finden Sie eine stets aktuell gehaltene Liste der Unterstützer im US-Kongress.

Allein in Pennsylvania haben sieben Kommunal- und Bezirksräte, in denen LaRouche PACac die Resolution für Glass-Steagall, ein nationales Kreditsystem und das NAWAPA XXI-Projekt vorstellte, diese Resolution bei ihren Sitzungen verabschiedet.

Unterstützung kommt auch von großen US-Gewerkschaften. Im Mai schrieb James Boland, Präsident der International Union of Bricklayers and Allied Workers, die mehr als 100.000 Bauarbeiter in den USA und Kanada repräsentiert, einen Unterstützungsbrief an Marcy Kaptur. Darin hieß es u.a., das Glass-Steagall-Gesetz habe jahrzehntelang funktioniert und auf effektive Weise die systemischen Risiken der zu großen und zu sehr miteinander verbundenen Finanzinstitute begrenzt. "Aber mit dem Gramm Leach Bliley Gesetz wurde Glass-Steagall abgeschafft und damit die Schaffung großer Banken zugelassen, die nicht länger den Schutzmaßnahmen unterworfen waren, die Glass-Steagall vorsah. Und damit wurde dem kürzlichen Finanzkollaps der Boden bereitet. Unsere Finanzmärkte wurden schließlich zu einem nicht mehr handhabbaren Grad dem risikohaftem Verhalten dieser großen Finanzinstitutionen ausgeliefert. Um einen weiteren Kollaps zu verhindern, müssen jetzt die Sicherheitsmaßnahmen, die durch das Glass-Steagall-Gesetz bestanden, wieder eingesetzt werden. H.R. 1489, das Gesetz 'zur Rückkehr vernünftiger Bankengeschäfte' würde genau das erreichen. Wir danken Ihnen, daß Sie in dieser Frage die Führung übernommen haben..."

Auch die Kampagne der LaRouche-Kongresskandidaten für Glass-Steagall zieht weitere Kreise. So sprach sich Dan Liljenquist, Gegenkandidat des republikanischen Senators Orin Hatch bei den Vorwahlen in Utah für die Rückkehr zu Glass-Steagall aus, als er bei einem Bürgertreffen am letzten Samstag danach gefragt wurde. Liljenquist hat früher als Berater für Bain Capital gearbeitet.

Der Ökonom Joe Stiglitz bezeichnete in einem Interview mit dem National Public Radio "Fresh Air"-Programm am 5. Juni die Abschaffung von Glass-Steagall als Hauptgrund für die Finanzkrise. Das Land habe dem Gesetz "viel zu verdanken." "In den Jahrzehnten seiner Gültigkeit hatten die USA keine Finanzkrisen und keine großen Bankenpleiten. Nach der Deregulierung ging dann die Instabilität los, mit der wir jetzt konfrontiert sind."





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