Momentum für Trennbankensystem wächst: Weltkriegsgefahr eskaliert!
21. Juli 2012 • 16:40 Uhr

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„Transatlantische Kriegspartei gibt noch nicht auf“

„Ein hochrangiger amerikanischer Geheimdienstler warnte vor kurzem, seitdem sich eine einflußreiche Fraktion der Londoner City für ein Trennbankensystem einsetze, bestehe die akute Gefahr, daß die Gegner dieser Politik in Großbritannien und den Vereinigten Staaten nun erst recht auf Krieg setzen und ihre Provokationen verstärken, woraus ein Weltkrieg entstehen könne. Der wahrscheinlichste Auslöser für solch einen großen Krieg ist derzeit ganz offensichtlich die Kampagne für Regimewechsel in Syrien mit einem Sturz von Präsident Baschar Al Assad.

Wie berechtigt die Sorge ist, zeigt nicht zuletzt die Kombination mehrerer Bombenanschläge am 19 Juli:

* In Syrien wurden bei einem gezielten, professionell durchgeführten Anschlag, für den offensichtlich nur ein ausländischer Geheimdienst verantwortlich sein kann, der Verteidigungsminister und zwei hochrangige Generäle getötet. Zwei Tage später erlag auch der Nationale Sicherheitschef seinen Verletzungen. Niemand im Weißen Haus verurteilte diesen Anschlag auch nur mit einem Wort. Statt dessen versuchten die UN-Botschafter der USA, Frankreichs und Deutschlands eine UN-Resolution durchzusetzen, die Syrien Maßnahmen nach Kapitel VII der UN-Charta androht, die nicht nur Wirtschaftssanktionen, sondern auch den Einsatz militärischer Gewalt erlaubt. Damit zwangen sie Rußland und China zum dritten Mal seit dem Regimewechsel in Libyen, ihr Veto gegen ein entsprechendes Vorgehen gegenüber Syrien einzulegen.

* Nur wenige Stunden später wurden im bulgarischen Burgas bei einem Bombenanschlag auf einen Bus mit israelischen Touristen mindestens sieben Menschen getötet und etwa 35 weitere verletzt. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Ehud Barak beschuldigten sofort und ohne irgendwelche Belege die Hisbollah, den Anschlag im Auftrag des Iran ausgeführt zu haben.

* Während die Weltpresse sich in ihrer Berichterstattung auf die Anschläge auf den Bus mit israelischen Touristen in Bulgarien und auf die syrische Militärführung in Damaskus konzentrierte, berichtete sie nur sehr wenig über die Anschläge auf zwei führende islamische Geistliche in Kasan, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan - einer bisher sehr ruhigen Region Rußlands. Rußlands Präsident Putin sprach von einem „ernsten Signal“; einige Leute hätten immer noch Pläne, Rußland auseinanderzureißen.

Konfrontationsbestrebungen

Wie Vertreter Rußlands, darunter Außenminister Sergej Lawrow und Präsident Putin, wiederholt deutlich gemacht haben, sind westliche Mächte wie die Vereinigten Staaten unter Obama, Frankreich und Großbritannien sowie die Türkei, Katar und Saudi-Arabien fest entschlossen, die Regierung Assad in Syrien zu stürzen. Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, die Türkei und Katar haben zwar kürzlich den Friedensplan des Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga, Kofi Annan, unterzeichnet und versprochen, sich für einen sofortigen Waffenstillstand in Syrien einzusetzen. Aber keines dieser Länder hat auch nur einen Finger gerührt, um etwas dafür zu bewirken, sondern sie haben ihre finanzielle und Waffenhilfe für die syrische „Opposition“ verstärkt, um einen allgemeinen Bürgerkrieg und den Sturz Assads herbeizuführen.

In seiner Rede vor der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz russischer Diplomaten machte Präsident Putin deutlich, daß Rußland unter keinen Umständen eine Wiederholung des Vorgehens der NATO in Libyen, das zum Sturz und zur Ermordung Muammar Gaddafis führte, hinnehmen wird. Außenminister Lawrow verurteilt den Westen praktisch täglich, weil dieser die Gewalt in Syrien weiter anheizt. Um deutlich zu machen, daß Rußlands Erklärungen keine leeren Worte sind, schickte Putin letzte Woche elf russische Kriegsschiffe ins östliche Mittelmeer. Einige dieser russischen Schiffe liefen Zypern an und fuhren anschließend weiter zum syrischen Hafen Tartus.

Nach Angaben des erwähnten Geheimdienstexperten sind bestimmte Kreise in London völlig auf Putin fixiert und suchen die direkte Konfrontation mit Rußland, ohne Rücksicht auf das Risiko eines großen Krieges oder sogar Atomkrieges. Diese Kreise versuchten auch, die Lage im Iran als möglichen Brennpunkt einer solchen Konfrontation zu nutzen.

Der Chef des für den Nahen und Mittleren Osten zuständigen US-Zentralkommandos (Centcom), Gen. James Mattis, äußerte sich gegenüber hochrangigen Regierungsbeamten besorgt darüber, daß Israel einseitig einen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen durchführen könnte. Er hält dies vor allem in zwei Zeitfenstern für möglich: Ende Juli/Anfang August sowie Mitte September. Israels Ministerpräsident Netanjahu hatte zwar Präsident Obama im März versprochen, sein Vorgehen mit der US-Regierung zu koordinieren und mit einem solchen Schlag bis nach der amerikanischen Präsidentschaftswahl zu warten, aber die Sorge wächst, daß Netanjahu sein Versprechen brechen und schon im Sommer zuschlagen könnte. ….."