Prinz Bandar neuer Geheimdienstchef: LaRouche fordert Abbruch diplomatischer Beziehungen der USA zu Saudi-Arabien
22. Juli 2012 • 13:51 Uhr

Laut dem 330-seitigen Senatsbericht über die Rolle der HSBC (SPSI) in Bezug auf Geldwäsche für Drogenkartelle und terroristische Organisationen unterhielt HSBC eine Korrespondenzbank-Beziehung mit der Al Rahji Bank aus Saudi-Arabien. Diese soll zu einem Netzwerk von Banken und Stiftungen gehören, über das schätzungsweise 30 Mio. $ pro Jahr in Operationen von Al Qaida und andere islamistische Terrorzellen flossen. HSBC habe durch ihren New Yorker Ableger HBUS Al Rahji und anderen Elementen der sog. "Goldenen Kette" Zugang zum amerikanischen Bankensystem verschafft.

Wie www.larouchepac.com berichtet, hatte die HSBC auch einen Großteil der saudischen Botschaftskonten von der Riggs Bank übernommen, nachdem diese wegen Beschuldigungen von Geldwäsche und anderen kriminellen Aktivitäten zugunsten mehrer ausländischer Regierungen dichtgemacht worden war. Unter den Konten waren auch die des saudischen Botschafters Prinz Bandar bin-Sultan und seiner Frau. Darüber sollen mindestens 2 Mrd. $ an Geldern geflossen sein, die Bandar 1985 für seine Vermittlertätigkeit beim Zustandekommen des berüchtigten "Al-Yamamah-Deals" ( Waffen gegen Öl) mit der damaligen britischen Preministerin Margaret Thatcher bekommen hatte.* 50,000 $, wenn nicht mehr, sollen an zwei saudische Geheimdienstleute, Osama Basnan und Omar Bayoumi, gegangen sein, die mindestens zwei der Flugzeugentführer von 9/11 mit Finanzmitteln versorgten. Um diese Transaktionen war es in einem 28-seitigen Kapitel des 9/11-Kongress-Abschlussberichtes gegangen, das von Präsident George W. Bush als "top secret" klassifiziert und bis zum heutigen Tage der Öffentlichkeit vorenthalten wurde.

Im Februar 2009 versprach der neue US-Präsident Obama den Familien der Opfer von 9/11 bei einem persönlichen Treffen, sicherzustellen, daß dieses Kapitel öffentlich zugänglich gemacht werden würde. Dieses Versprechen löste er jedoch nie ein. Am 29. Mai 2009 beauftragte der Präsident sogar US-Generalstaatsanwältin Elena Kagan, die Gerichte anzuweisen, keine Klagen von Familienmitgliedern der 9/11-Opfer gegen saudische Regierungsvertreter oder Mitglieder der saudischen Königlichen Familie entgegenzunehmen, da diese diplomatische Immunität genössen. Kagan wurde später von Präsident Obama für das Oberste Bundesgericht der USA nominiert.

Als Folge dieser Politik konnten einige der führenden Beteiligten an 9/11 frei herumlaufen. Letzte Woche nun wurde ausgerechnet Prinz Bandar als neuer Chef der saudischen Geheimdienste ernannt. Amerikanischen Quellen zufolge soll er hinter der Förderung neo-salafistischer Terroristen stehen.

In den USA hat Lyndon LaRouche dazu aufgerufen, alle Beziehungen zu Saudi-Arabien abzubrechen, solange Prinz Bandar einen Posten im Saudischen Königreich innehat. Es sei ein "Akt der Niedertracht" gegen alle Opfer von 9/11 und ihrer Familien, mit diesen Leuten gemeinsame Sache zu machen. Dieselben Leute führten Krieg im Nahen Osten, der sehr schnell zu einem allgemeinen thermonuklearen Krieg eskalieren könnte, sagte LaRouche.

*Aus diesem Arrangement soll sich über die Jahre ein anglo-saudischer offshore-Geheimfonds für globale Spezialoperationen aller Art gespeist haben.





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