Russische Führung treibt Wiederherstellung der Raumfahrtkapazitäten voran
14. September 2012 • 14:19 Uhr

Der stellvertretende russische Premierminister Dimitri Rogozin rief in einem Interview am 11.9. in der staatlichen Radiostation Vesti FM dazu auf, eine wissenschaftliche Station auf dem Mond als Sprungbrett für weitere Erkundungen des Weltraums aufzubauen. Russlands Medien betrachteten das Interview als einen Aufruf Rogozins, für das russische Weltall-Programm eine „Supermission“ zu beschließen. Das werde der russischen Forschung einen mächtigen Auftrieb geben und die Entwicklung der Raumfahrt für Jahrzehnte sicherstellen.

Rozozin sagte: „Ich würde ein großes Ziel vorschlagen. Die Schaffung einer Mondstation könnte solch ein Ziel sein. Warum nicht unter den Bedingungen geringer Schwerkraft arbeiten? Warum nicht versuchen, eine große Raumstation zu bauen, die auf dem natürlichen Trabanten der Erde liegt? Und wir könnten anfangen, von dort aus zu arbeiten. Das ist eine sehr interessante wissenschaftliche Herauforderung. Wenn wir das machen, wird es sowohl Grundlagenforschung, als auch angewandte Forschung befördern."

Zuvor hatte ein Treffen mit Premierminister Medwedew und der Roskosmos-Führung über die nötigen Verbesserungen im russischen Raumfahrtprogramm stattgefunden. Medwedew betonte laut Presseberichten dabei, wie wichtig es sei, das Niveau der früher hervorragenden Raumfahrtkapazitäten in den Zeiten der Sowjetunion wieder herzustellen.

Genau in diesen Bereichen können und müssen die Nationen der Welt zusammenarbeiten - für die gemeinsamen Ziele der Menschheit, wie z.B. Bedrohungen aus dem All (Asteroiden, Kometen etc.) begegnen zu können und eine langfristige Erforschung des Weltalls voranzubringen. Dazu hat Russland das Konzept der SDE - Strategische Verteidigung der Erde" vorgeschlagen. Mehr dazu hier: http://www.bueso.de/node/5905