Pakistan belebt eigenes Raumfahrtprogramm
20. September 2012 • 17:08 Uhr

Zu Beginn einer Konferenz der pakistanischen Space and Upper Atmosphere Research Commission (SUPARCO), die gestern zu Ende ging, wurde die Entwicklung von Raumfahrttechnologien als Möglichkeit dargestellt, die Beziehung zwischen Entwicklungs- und entwickelten Ländern zu verbessern. So würde die Kodifizierung internationaler Gesetze für den Weltraum oder auch die Zusammenarbeit bei der Abwehr von Gefahren aus dem Kosmos gemeinsames Interesse aller Nationen sein und zum allgemeinen wirtschaftlichen Aufbau beitragen. Neben China, Rußland und Kanada nahmen eine Reihe afrikanischer und asiatischer Länder an der Konferenz teil.

In den vergangenen Jahren, hat Pakistan mit Rußland, China und der Ukraine in verschiedenen Raumfahrtprojekten zusammengearbeitet. So hat SUPARCO mittlerweile eine Reihe von Kooperationsabkommen mit Rußlands Raumfahrtagentur (RFSA), Chinas Great Wall Industry Cooperation (CGWIC) und der staatlichen Raumfahrtbehörde der Ukraine (SSAU) unerzeichnet. Islamabads Vorhaben im Raumfahrtsektor kamen letztes Jahr einen großen Schritt weiter, als China Pakistans ersten Kommunikationssatelliten, den 1050-Kilogramm schweren PAKSAT-1R, im August 2011 ins All schickte.

Der Satellit von SUPARCO entwickelt und in China von CGWIC gebaut habe eine 15-jährige Lebensdauer, so wurde berichtet, werde also bis 2026 in Operation sein und für Internet, Telekommunikation, Rundfunk und Notfalldienste genutzt. Die Umlaufbahn des geostationären Satelliten deckt Teile von Zentral- und Südostasien, Osteuropa und Ost-Afrika ab. Pakistans Weltraumforscher und Ingenieure arbeiteten während der Entwicklungsphase eng mit ihren chinesischen Kollegen zusammen. China hilft darüber hinaus bei der Ausbildung pakistanischer Wissenschaftler und stellt zwei Bodenstationen zur Verfügung.