SDE wird ein Motor für die wirtschaftliche Erholung sein
25. September 2012 • 09:19 Uhr

Bei einer internationalen Konferenz in Jewkatoria in der Ukraine am 3./4.9. beschrieben Wissenschaftler der LaRouchebewegung aus den USA eine Perspektive für das Projekt zur Strategischen Verteidigung der Erde (SDE) als Wissenschaftsmotor für die Wirtschaft. Derartige Wissenschaftsprogramme, wie früher das Apollo-Mondlandeprogramm, bringen nicht nur wirtschaftlichen Nettogewinn, sie erzeugen auch ein Wirtschaftswachstum besonderer Art, dessen Wert die Kosten minimal erscheinen läßt.

Die Konferenz wurde von mehreren großen russischen, ukrainischen und anderen Organisationen veranstaltet. 35 Wissenschaftler aus Rußland, der Ukraine, Kasachstan, Weißrußland, Deutschland und Kanada nahmen daran teil. Benjamin Deniston und Jason Ross von der LaRouchebewegung waren die einzigen Teilnehmer aus den USA. Im Mittelpunkt der Konferenz stand das Projekt IGMASS (International Global Monitoring Aerospace Systems). Dieses seit einigen Jahren vorgeschlagene Projekt bekommt im Kontext der im letzten Herbst von Rußland angeregten Strategischen Verteidigung der Erde (SDE) eine neue Dimension. Die SDE ist ein Vorschlag zur Zusammenarbeit der USA und Rußlands bei der Raketenabwehr und dem Schutz der Erde vor Gefahren durch Asteroiden- und Kometeneinschläge.

IGMASS soll ein „System von Systemen“ werden, eine Organisation, die verschiedenste existierende und mögliche neue Satelliten-, Luft- und Erdüberwachungssysteme aus aller Welt einbindet, um den ganzen Planeten und den nahen Weltraum in Echtzeit auf verschiedenste Gefahren für das Leben auf der Erde hin zu überwachen. Dabei konzentriert sich IGMASS auf Frühwarnzeichen für menschengemachte und Naturkatastrophen, um rechtzeitig zu warnen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Deniston und Ross betonten zunächst, daß die amerikanische Bevölkerung die Kriegspolitik der Regierung Obama nicht unterstützt. Anschließend befaßten sie sich mit den Grundprinzipien des wissenschaftlichen Fortschritts und des Wirtschaftswachstums sowie mit der Frage, welche Forschungsprogramme die größten Fortschritte beim Schutz der Menschheit vor Gefahren aus dem All und gleichzeitig den größten wirtschaftlichen Nutzen ermöglichen. Das Schlüsselkonzept ist hierbei die Energieflußdichte: Die nächste Revolution menschlicher Aktivitäten im entfernteren Weltraum wird zwingend mit Fortschritten bei Atom- und Kernfusionsantrieben verbunden sein. Die Kernfusion ist nicht nur eine Kraftquelle, sondern Ausdruck einer höheren Stufe von Wirtschaftskraft der Menschheit - die nächste ökonomische Plattform, die ganz neue realwirtschaftliche Möglichkeiten schafft. In dem Zusammenhang sprachen die beiden russischen Forscher S.S. Sagitowitsch Saitgarajew vom Staatlichen Raketenzentrum Makejew und Anatolij Korotejew vom Keldisch-Forschungszentrum über die Entwicklung von Atommotoren für Weltraumraketen und ihren Einsatz zum Schutz der Erde vor Asteroiden.

Die Hauptrede hielt der frühere Leiter der Russischen Weltraumagentur und heutige Vorsitzende des Internationalen Komitees zur Umsetzung von IGMASS, Anatolij Perminow. Weitere IGMASS-Mitarbeiter berichteten über ermutigende Fortschritte bei der Arbeit an Erdbeben-Frühwarnzeichen, insbesondere das Pilotprojekt ES SFM am Forschungszentrum für Erdbeobachtung in Moskau. N.N. Nowikowa, L.N. Doda und S. Pulinez gaben einen Überblick über verschiedene Methoden, die alle auf der parallelen Beobachtung und Analyse unterschiedlicher Parameter basieren.