Republikanische US-Senatoren: Präsident Obama trägt Verantwortung für Benghazi, nicht Clinton
17. Oktober 2012 • 16:11 Uhr

Nachdem US-Außenministerin Clinton während ihrer Südamerikareise offiziell für das Benghazi-Desaster die Verantwortung übernommen hatte, protestierten drei republikanische Senatoren in einem Brief an Präsident Obama. Dieser entziehe sich damit der Verantwortung. Es sei zwar anzuerkennen, daß die Außenministerin diese "löbliche Geste" unternommen habe, aber das steche umso mehr von der Haltung des Weissen Hauses ab, das versuche, sich jeglicher Verantwortung zu entziehen.

Die Senatoren John McCain (AZ), Lindsey Graham (SC) und Kelly Ayotte (NH) schrieben: "Wenn der Präsident wirklich nichts von der wachsenden Bedrohungslage in Benghazi wußte, dann haben wir kein Vertrauen mehr in sein Nationales Sicherheitsteam, dessen Verantwortung es ist, den Präsidenten zu informieren. Aber wenn dem Präsidenten bekannt war, was vor den Ereignissen in Benghazi am 11. September geschah, dann trägt er die volle Verantwortung für alle Sicherheitspannen, die sich ereigneten. Die Sicherheit der Amerikaner, die unserem Land weltweit dienen, ist letztendlich die Aufgabe des Oberkommandierenden. Diese Verantwortung kann er nicht abwälzen."

Zuvcor hatten sich etliche amerikanische Pressestimmen ähnlich ausgesprochen, darunter auch die "Washington Post"-Bloggerin Jennifer Rubin in einem Beitrag am 16.10.

In einer Anhörung letzte Woche im Repräsentantenhaus hatte der stellvertretende US-Secretary of State for Management, Patrick Kennedy, deutlich gemacht, daß die Außenministerin nicht in die Entscheidungen über die Sicherheitsmaßnahmen in Libyen einbezogen gewesen war und daß es in der Bürokratie des Außenministeriums große Meinungsverschiedenheiten über die Verringerung der Sicherheitsschutzes gegeben hatte. Der später ermordete libysche US-Botschafter hatte eine Verstärkung der Sicherheit angefordert, aber das Gegenteil geschah. Laut informierten Quellen war die Reaktion aus dem Weissen Haus auf diese Aussage zugunsten von Clinton so heftig, daß Kennedy mehrere Tage danach nicht zur Arbeit erschien.





Videos zum Thema

Aktuelles zum Thema

EMPFEHLUNGEN