Eskalation im Nahen Osten jetzt stoppen!
25. Oktober 2012 • 18:51 Uhr

Der russische Außenminister Lawrow hat betont, seine Regierung werde nicht zulassen, daß es zu einer anti-Iran-Resolution im Sicherheitsrat kommt. In einem Exklusivinterview mit Rossiyskaya Gazeta am 24. Oktober sagte er laut der Nachrichtenagentur RIA Novosti: "Es gibt gegenwärtig keine Beweise dafür, daß der Iran vorhat, sein Nuklearprogramm für militärische Zwecke zu benutzen. Alle Nukleareinrichtungen des Iran stehen unter Kontrolle der IAEA, und nichts entgeht ihren Kameras."

Der russische Generalstabschef General Nikolai Makarov äußerte sich am 24.10. zur Lage in Syrien. Gegenüber RIA Novosti sagte er, Russia habe "verlässliche Beweise", daß die syrischen Rebellen mit sog. MANPADS ausgerüstet seien (tragbaren Ein-Mann-Boden-Luft-Raketen). Darunter seien auch in den USA produzierte Stinger-Raketen, wobei man allerdings herausfinden müsse, "wer sie liefert". Der US-Fernsehsender NBC hatte im August berichtet, die Waffen kämen möglicherweise aus der Türkei, Saudi-Arabien oder Katar. In den 1980er Jahren waren diese Art Waffen massenweise an die Mujaheddin in Afghanistan gegen die Sowjetunion geliefert worden. 2003 unterzeichneten mehr als 95 Länder ein Abkommen für Exportkontrollen für MANPADS, gefolgt von einem Abkommen zur weiteren Beschränkung der Verbreitung durch die OSZE-Länder im Mai 2004 (einschließlich der USA).

Der Druck auf Libanon für "Regimewechsel" trägt derweil auch nicht gerade zur Bruhigung der Lage bei. In der bisherigen Regierung hat nach Ansicht ihrer Gegner die syrienfreundliche Hezbollah zu viel Gewicht. Die kürzliche Ermordung des libanesischen Sicherheitschefs Wissam-Al-Hassan war propagandistisch dem syrischen Präsidenten Assad in die Schuhe geschoben worden. Die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, erklärte am 23. Oktober, man wolle den Prozeß für eine neue Regierungskoalition unterstützen, die auf "die Bedürfnisse der libanesischen Volkes reagiert". Auch die außenpolitische Repräsentantin der EU, Lady Ashton, suchte den libanesischen Präsidenten und Ministerpräsidenten des Libanon am 23. Oktober auf, um Druck für die Schaffung einer neuen Regierung zu machen.

Am 30. Oktober wird die von Lyndon LaRouche gegründete Nachrichtenagentur "Executive Intelligence Review" zur rasch eskalierenden Krise im Nahen Osten in Washington einen Sonderbericht zu den Hintergründen der saudisch-britischen Netzwerke vorstellen, die maßgeblich Verantwortung für das "neue 9/11" in Bengazi, sowie für die wachsende Gewalt im Libanon, Syrien, der Türkei und anderen Ländern tragen. Da die Gefahr bestehe, daß es mit einem Angriff auf Syrien oder Libyen zu einer Art "Oktober-Überraschung" vor den amerikanischen Wahlen kommt, könnte das direkt in eine globale, thermonukleare Eskalation führen. Wie bei der Pressekonferenz des Abgeordneten Walter Jones (R-NC) mit führenden ehemaligen US-Militär- und Sicherheitsexperten am 21.September deutlich wurde, gibt es in den USA eine wachsende Bewegung gegen die Politik von Präsident Obama und für die Rückkehr der USA zu ihrer Tradition als Republik. Lyndon LaRouche selbst wird dazu am kommenden Freitag, 26. Oktober einen weiteren Webcast abhalten (mehr dazu auf www.larouchepac.com).





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