LaRouche-Bewegung führt Kampagne für Glass-Steagall in den USA
10. Januar 2017 • 19:04 Uhr

Als letzte Woche der neue US-Kongreß zum erstenmal in Washington zusammentrat, besuchten Delegationen von LaRouche-Aktivisten (LPAC) den Capitol Hill, um Druck auf die neuen und alten Abgeordneten zu machen, sofort die Glass-Steagall-Bankentrennung wieder einzuführen und das gesamte Vier-Punkte-Programm für wirtschaftliche Erholung zu übernehmen, das seit 2014 von Lyndon LaRouche gefordert wird. Für den 11.1. ist dazu ein Aktionstag in Washington geplant.

Die Wiedereinführung von Glass-Steagall war ein wichtiger Punkt in den Wahlprogrammen der Demokraten wie auch der Republikaner, und auch Donald Trump hatte sie in den letzten Wahlkampfwochen befürwortet. Entsprechende Gesetzentwürfe gab es in der letzten Legislaturperiode im Senat wie im Repräsentantenhaus, und den LaRouche-Aktivisten wurde versichert, daß die Entwürfe sehr bald wieder eingebracht werden.

Einen wichtigen Beitrag kann eine neue, überparteiliche Initiative leisten, die letzte Woche von Aktivisten im Norden des Staates Ohio begonnen wurde. Viele von ihnen sind frühere Unterstützer von Bernie Sanders, die mit der LaRouche-Bewegung in Kontakt stehen. In einem Offenen Brief mit dem Titel „Unsere Revolution“ rufen sie Trump auf, in seiner Antrittsrede am 20.1. seine Unterstützung für Glass-Steagall zu bekräftigen. Das LaRouche-Aktionskomitee (LPAC) unterstützt und verbreitet diese Petition und fordert Bürger aller politischen Richtungen - ob Tea Party, Republikaner, Demokraten, Gewerkschafter oder Unternehmer - dazu auf, für die Bankentrennung zu mobilisieren.

Im Abgeordnetenhaus haben demokratische Freihandelskritiker - u.a. Marcy Kaptur, Peter DeFazio und Rosa DeLauro, alle Unterzeichner des letzten Glass-Steagall-Entwurfs - am 3.1. in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Chef des Gewerkschafts-Dachverbands AFL-CIO Richard Trumpka bekräftigt, daß sie bereit sind, mit Trump zusammenzuarbeiten, um das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) neu auszuhandeln. Lyndon LaRouche sagte dazu, am besten solle man NAFTA in den Papierkorb werfen und ein ganz neues Abkommen für „Win-Win-Zusammenarbeit“ ausarbeiten.

Einen Beleg für den Abscheu der amerikanischen Bürger gegen die Machenschaften Washingtons und der Wall Street zum Schutz der korrupten Megabanken lieferte der US-Bankenverband ABA: Er berichtete, die häufigsten Fragen an seine Sprecher im Jahr 2016 hätten die Bankenregulierung und insbesondere „eine vorgeschlagene Erneuerung von Glass-Steagall“ betroffen.