Italien: Monti und EU sabotierten Maritime Seidenstraße
13. Juni 2017 • 10:21 Uhr

Laut verlässlichen italienischen Quellen hat der damalige Regierungschef Mario Monti 2011 im Brüsseler Auftrag Italiens Beteiligung an einer frühen Version der Maritimen Seidenstraße verhindert.

China hatte zuvor den sizilianischen Meereshafen Augusta als möglichen Endpunkt für den Seehandel zwischen Asien und Europa ausgewählt. 2010 trafen sich Vertreter der sizilianischen Regionalregierung mit chinesischen Vertretern aus Regierung, Partei, Staatsfonds und Banken. Dies alarmierte die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton, die darüber mit ihrem italienischen Amtskollegen Franco Frattini sprach. Dennoch liefen die Verhandlungen weiter, und eine vom chinesischen Handelsminister geleitete Delegation besuchte Augusta und Catania, um technische Aspekte zu klären.

Augusta ist ein Tiefseehafen (22 m am tiefsten Punkt), aber die Infrastruktur mußte ausgebaut werden, vor allem in Hinsicht auf den bevorstehenden Bau des zweiten Suezkanals. Die Chinesen boten an, den Ausbau zu finanzieren, wenn ein langfristiges Pachtabkommen geschlossen wird. Sie forderten aber auch, daß eine feste Verbindung zum europäischen Hinterland gebaut würde.

Das bedeutete, die von der italienischen MOVISOL und der BüSo vorgeschlagene Messina-Brücke vom Festland nach Sizilien zu bauen und die Bahnverbindungen zur Brücke zu modernisieren. So könnte Augusta als Hauptumschlagspunkt dienen, wo chinesische Schiffe be- und entladen werden. Zu der Zeit, noch unter der Regierung Berlusconi, war der Bau der Brücke bereits angelaufen, obwohl noch nicht alle Einzelheiten der Finanzierung geklärt waren. Geplant war eine weitgehend private Finanzierung, die über Maut zurückgezahlt werden sollte.

Die Chinesen boten eine finanzielle Beteiligung am Brückenbau an, um die Mautgebühren möglichst niedrig zu halten. Dazu fand ein Treffen zwischen Vertretern der chinesischen Eisenbahnen, Regierungsbeamten und der Behörde für die Messinabrücke statt. Zudem boten die Chinesen an, auf Sizilien einen internationalen Flughafen mit dem Schwerpunkt des Handels mit Afrika zu errrichten. Die italienische Seite, darunter Vertreter der Zentralregierung aus Rom und die Bauunternehmen der Brücke, stimmten dem Projekt zu.

Aber im Dezember 2011 stürzte die EU die italienische Regierung und brachte ihre Marionettenregierung von Mario Monti mit dem Auftrag rücksichtsloser Austerität an die Macht. Eine der ersten Maßnahmen Montis war, den Bau der Messinabrücke abzusagen, weil angeblich im Haushalt dafür das Geld fehlte.

Damit wurde das ganze Projekt verhindert, was in den Medien praktisch nicht berichtet wurde. Monti machte sich mindestens eines Wirtschaftsverbrechens schuldig, weil seine Behauptung, daß das Geld fehlte, nicht stimmte. In Wirklichkeit diente Monti als Wirtschaftssaboteur der EU, die damals aus geopolitischen Gründen die Seidenstraße verhindern wollte und bis heute an dieser Linie festhält.

2012 veröffentlichte die BüSo die Broschüre "Es gibt ein Leben nach dem Euro: Programm für ein Wirtschaftswunder für Südeuropa, die Mittelmeerregion und Afrika"
Den link zur Printbroschüre mit Karten finden Sie hier: http://bueso.de/node/5910