Rußland und China planen „Seidenstraße im Eis“
7. Juli 2017 • 15:45 Uhr

Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, haben der chinesische Präsident Xi Jinping und der russische Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew bei ihrem Treffen in Moskau am 4. Juli eine Intensivierung der Zusammenarbeit beider Länder in der Arktis beschlossen. Xi erklärte, Rußland sei ein wichtiger Partner beim Aufbau der Gürtel- und Straßen-Initiative und beide Länder sollten beim Ausbau des Nördlichen Seewegs zusammenarbeiten, um eine „Seidenstraße im Eis“ zu schaffen und Projekte zur Vernetzung dieser Region zu realisieren.

Das Potential und die Aussichten einer praktischen Kooperation Chinas und Rußlands seien gewaltig, daher sollten sie ihre Zusammenarbeit in Bereichen wie Wirtschaft und Handel, Investitionen, Energie und Eisenbahnbau ausweiten und große gemeinsame Industrieprojekte umsetzen. Das Gemeinschaftsprojekt der Hochgeschwindigkeitsbahn von Moskau nach Kasan in der russischen Republik Tatarstan solle so bald wie möglich beginnen.

Xi lobte die fruchtbaren Resultate der Zusammenarbeit bei Handel und Investitionen vor dem Hintergrund eines schleppenden globalen Wirtschaftswachstums und schlechterer Aussichten für internationalen Handel und Investitionen. Beide Länder seien entschlossen, Frieden, Stabilität und Entwicklung auf der Welt starke Impulse zu verleihen.

Medwedjew seinerseits begrüßte Xi herzlich und sagte, das Verhältnis zwischen beiden Ländern sei noch niemals in der Geschichte so gut gewesen wie jetzt. Die umfassende strategische Partnerschaft der Kooperation China-Rußland diene den Interessen beider Völker und fördere Frieden und Entwicklung auf der Welt. Medwedjew nannte konkret die Zusammenarbeit im Handel, bei Investitionen, in Finanzwesen, Energie, Landwirtschaft, Flugzeugbau, Infrastruktur sowie beim Ausbau der Nordostpassage, wo er jeweils große Gemeinschaftsprojekte erwarte.