Forum in Beijing geht Wiederaufbau von Syrien an
14. Juli 2017 • 10:44 Uhr

Wie die Global Times berichtete, hat am 9. Juli in Beijing ein von der China-Arab Exchange Association veranstaltetes Forum über den Wiederaufbau und die Entwicklung Syriens stattgefunden. Der syrische Botschafter in China, Imad Moustapha, sagte: „Syrien hat schrittweise mit dem Wiederaufbau begonnen, vor allem was die Energie- und Wasserversorgung sowie die Produktion angeht.“ Chinas Strukturreformen und der Abbau von Überkapazitäten könne sich mit dem Wiederaufbau Syriens verbinden, so Moustapha, und auch die Belt-and-Road-Initiative biete gute Möglichkeiten, mit Syrien auf verschiedenen Feldern zusammenzuarbeiten.

Hua Liming, ein früherer chinesischer Botschafter im Iran, sagte gegenüber der Global Times, China werde in den Wiederaufbau Syriens investieren und dazu wahrscheinlich staatliche wie private Firmen gewinnen. „Die Infrastruktur wie Straßen, Häuser und die Wasserversorgung sind das primäre Investitionsziel. Die Wiederherstellung der Ölindustrie wäre das zweite Ziel,“ sagte Hua, wobei die instabile Lage sicherlich noch ein Hindernis sei. Doch das Waffenstillstandsabkommen für Südwestsyrien, das letzte Woche zwischen Präsident Trump und Präsident Putin vereinbart worden sei, bedeute, so Hua, daß man jetzt mit dem Wiederaufbau beginnen könne.

Auch Sputnik berichtete über das Treffen in Beijing und meldete unter Verweis auf Qin Yong, den stellv. Vorsitzenden der China-Arab Exchange Association, daß 30-50 Vertreter chinesischer Firmen am 15.-22. August Syrien besuchen werden, „um Investitionsmöglichkeiten zu erkunden.“ Dabei werde man sich hauptsächlich auf die Wiederherstellung der Energieversorgung in Syrien konzentrieren.

Außerdem ist ein Plan im Gespräch, einen chinesisch-syrischen Industriepark für 130 Firmen zu schaffen, was 2 Mrd.$ kosten und 40.000 Arbeitsplätze schaffen würde.