Paul Craig Roberts: Story über russisches Hacken „ist frei erfunden, und alle wissen es“
1. August 2017 • 11:20 Uhr

Der bekannte US-Kolumnist und Ökonom Paul Craig Roberts veröffentlichte am 28. Juli einen kurzen, aber scharf formulieren Beitrag auf seinem Internetblog mit dem Titel: „Das neue Rußland-Sanktionsgesetz ist Washingtons Monument seiner Kriminalität“. Darin verurteilt er das Sanktionsgesetz als eine „leichtfertigen und unverantwortlichen Akt des US-Kongresses“, der „vollkommen deutlich macht, daß Washington bewußt den Konflikt mit Rußland als ein Hauptelement der US-Außenpolitik gewählt hat.“

Roberts fährt fort: „Das Feigenblatt, das der Kongreß für seine Verletzung der diplomatischen Protokolle und des Völkerrechts wählte, ist die widerlegte Behauptung, Rußland habe sich zugunsten von Trump in die US-Präsidentschaftswahl eingemischt. Eine Organisation früherer Geheimdienstbeamter gab kürzlich bekannt, daß kriminaltechnische Untersuchungen des angeblichen russischen Hackens durchgeführt wurden und zu dem Schluß führten, daß kein Hacken stattgefunden hat; es war vielmehr ein internes Leck, bei dem Daten auf ein Gerät kopiert und russische ,Fingerabdrücke’ hinzugefügt wurden.“ An dieser Stelle verweist Roberts mit einem Link auf seinen Beitrag vom 24. Juli, in dem er über das Memorandum der „Geheimdienstveteranen für Vernunft“ an Präsident Trump berichtet hatte.

„Es ist alles frei erfunden, und jeder, der das russische Hacken [der Präsidentschaftswahlen] behauptet, weiß das“, schreibt Roberts. „Es gibt keinen Unterschied zwischen der Behauptung über das russische Hacken und Hitlers Behauptung 1939, ,Letzte Nacht haben polnische Truppen unsere Grenzen überschritten’ - Hitlers Feigenblatt für seinen Einmarsch in Polen.“ Er schließt mit der Warnung, es würden mit Sicherheit weitere solche Verteufelungen Rußlands folgen.

Paul Craig Roberts war stellvertretender US-FInanzminister während der Regierung Reagan.

http://www.paulcraigroberts.org/2017/07/28/new-russian-sanctions-bill-wa...