BŸSo-Homepage

Rufen Sie uns an:

Bundesgeschäftsstelle Mainz:
06131-237384
E-Mail

Direkt zu den englischsprachigen Originalseiten von Lyndon LaRouche

 

Deutsche Übersetzungen:
Was LaRouche wirklich sagt

25. Februar 2002 -
Zentrales Thema auf der Halbjahreskonferenz des Schiller-Institutes und des International Caucus of Labor Committees in den USA waren die Hintergründe des versuchten Staatstreichs vom 11. September, die Ideologie des "Kampfes der Kulturen" und der Zusammenbruch des Weltfinanzsystems.

Die Amerikanische Revolution fortsetzen

Lyndon LaRouche bei seiner Rede am 17. Feburar 2002 in Reston, Va.
Hintergründe des 11. September
Dialog der Kulturen

Fragen aus aller Welt

Mehr als 900 Gäste, viele davon "unter 30", versammelten sich am Wochenende des 16.-17. Februar in Reston (Virginia) bei Washington zu einer Konferenz der Bewegung des US-Präsidentschaftskandidaten Lyndon LaRouche. Gastgeber waren das internationale Schiller-Institut und die 1969 von LaRouche gegründete philosophische Vereinigung International Caucus of Labour Committees (ICLC). Die Teilnehmer diskutierten darüber, wie man den Geist der Amerikanischen Revolution heute wiederbeleben könne, um die faschistische Tendenz im anglo-amerikanischen Establishment zu besiegen.

Die zahlreiche Beteiligung zeigt, wie sehr LaRouches Einfluß in den letzten Monaten gewachsen ist, weil die gegenwärtigen Regierungen und Parteien in den meisten Ländern auf den Zusammenbruch der "New Economy" und den Putschversuch in den USA am 11. September völlig hilflos reagiert haben. Unter den Gästen waren mehr als ein Dutzend Landtagsabgeordnete aus den USA, zahlreiche Diplomaten aus aller Welt und, last not least, mehr als hundert junge Leute im Studentenalter.

Das Thema der Konferenz "Die amerikanische Revolution fortsetzen!" wuare ausführlich im Rahmen eins Konferenzteils erörtert, der sich mit der "amerikanischen intellektuelle Tradition" auseinandersetzte, schwang aber auch bei LaRouches Hauptrede und einem dreistündigen Diskussionsteil stets im Hintergrund mit.

Hintergründe des 11. September

Lyndon LaRouche legte in seiner Eingangsrede großen Wert darauf, die gegenwärtige Lage in den richtigen historischen Zusammenhang zu stellen. Schon als Präsident Nixon 1971 den Dollar vom Gold abkoppelte, warnte LaRouche, dies werde zu einem wirtschaftlichen Auflösungsprozeß führen, der auf die Dauer in die akute Gefahr eines neuen Faschismus münde. "Seit dem 11. September stehen wir am Rande eines weltweiten Faschismus", warnte er.

Anschließend analysierte LaRouche die politischen Hintergründe des Putschversuchs, ganz ähnlich wie kürzlich in seiner Schrift Brzezinski und der 11. September, die mit ausführlicher Dokumentation als Sonderbericht in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht werden wird. Er beschrieb zuerst das Profil der an dem Putschversuch beteiligten Militärfraktion, danach die anglo-amerikanischen Planer der faschistischen Politik und schließlich die Verbündeten dieser Fraktion in der israelischen Militärspitze und Politik. Diese drei Gruppen seien der Zünder für einen endlosen, weltweiten Religionskrieg im Sinne des "Kampfs der Kulturen", wobei Ariel Scharon im Nahen Osten die Speerspitze bilde.

Die drei Elemente seien jetzt aufgrund des weltweiten Wirtschafts- und Finanzzusammenbruchs zusammengetroffen, fuhr LaRouche fort. Typisch für diesen Kollaps, der 1995-96 begann und nun seine Endphase erreichte, sei die Krise im Gefolge des Enron-Bankrotts. Dann fragte LaRouche die Zuhörer: "Was müssen Sie in dieser Krise tun?" Zunächst müsse man die Tatsache akzeptieren, daß er mit allen wichtigen wirtschaftlich-politischen Vorhersagen seit mehr als 30 Jahren recht hatte. Sodann müßten die Amerikaner die Tragödie ihrer Nation seit dem Tode von Präsident F.D. Roosevelt verstehen. Die Prinzipien von Roosevelts Politik seien zwar (wenn auch in verwässerter Form) noch bis etwa 1965 beachtet, dann aber völlig aufgegeben worden. Die schlimmste Katastrophe sei dabei die Präsidentschaft von Jimmy Carter gewesen, der in Wirklichkeit nur eine Marionette seines Sicherberaters Brzezinski war.

Um zur erprobten, erfolgreichen Politik zurückzukehren, müsse man die Methode hinter LaRouches Prognosen studieren. Man müsse untersuchen, wie der langfristige Wirtschaftszyklus von 25-50 Jahren bestimmte Ergebnisse hervorgebracht habe. Die Grundparameter dieses langfristigen Zyklus - z.B. von der Regierung beschlossene Infrastrukturvorhaben und andere Elemente der Wirtschaftspolitik - bestimmten die kurzfristigen Resultate, es sei denn, es werden kurzfristige Maßnahmen ergriffen, welche die langfristige Entwicklung verändern.

LaRouche demonstrierte anhand seiner beiden bekannten "Kollapsfunktionen", wie die Politik der hyperinflationären Verschuldung mit dem Rückgang des Lebensstandards einhergehe. Im Frühjahr 2000 sei ein entscheidender Punkt der Instabilität erreicht worden, an dem die "Liquiditätszufuhr" schneller gewachsen sei als die Finanztitel. Seither sei das Finanzsystem gewachsen wie ein "Schleimpilz", und dieses Chaos aus Derivaten, Hedges (d.h. eigentlich bankrotte Parteien geben sich gegenseitig Sicherheiten) und kriminell-chaotischen Aktivitäten wie bei Enron könne jeden Augenblick das Weltfinanzsystem zum Einsturz bringen.

LaRouche sagte, die "öffentliche Meinung" sei heute das größte Hindernis für eine positive Wende in der Wirtschaftspolitik. Heute lebten die meisten Menschen in einem Hobbesschen Universum ("jeder gegen jeden"), statt dessen sollte jeder sich als Mensch verstehen, der für die ganze Menschheit lebe. Dann könnten die USA eine positive Führungsrolle übernehmen für Vollbeschäftigung, wissenschaftliche Durchbrüche, Großprojekte wie die Eurasische Landbrücke oder die Befreiung Afrikas vom gegenwärtigen Völkermord. Er schloß mit einer Vision für die nächsten 50 Jahre:

"Wir brauchen nur eine Vision, die uns unter Bedingungen einer großen Krise inspiriert, so wie Roosevelt 1932-33 auf die Depression reagierte. Eine Führung mit Weitsicht und Verständnis, die sich nicht scheut, Geschirr zu zerbrechen - nämlich das Geschirr der Volksmeinung, worin die Menschen gefangen sind. ,Wir sind dabei, zum Teufel zu gehen. Wollen Sie überleben? Werden Sie sich uns anschließen und mithelfen, damit wir überleben?'

Wir haben eine große Vision vor uns: 25 Jahre, um aus der Hölle in eine wahre Zukunft herauszukommen. Und wir, die wir es selbst nicht mehr erleben werden, können 50 Jahre - zwei Generationen - in die Zukunft schauen und sagen: ,Wir haben die Chance in Reichweite, eine Ordnung auf diesem Planeten zu schaffen, die dem Menschen - allen Menschen darauf! - angemessen ist.'"

Die ganze Rede Lyndon LaRouches wie auch alle Beiträge der Konferenz können Sie im Internet auf Englisch anhören unter www.larouchepub.com.

Anschließend wurde eine Stunde lang diskutiert, wobei Teilnehmer aus aller Welt LaRouche Fragen stellten. Der Botschafter Simbabwes in den USA, Simbi Mubako, schilderte in einer informationsreichen und polemischen Rede, wie die frühere britische Kolonialmacht und der IWF sein Land in einen neuen Kolonialismus zwingen wollen.

Zu Anfang der Abendsitzung des ersten Tages sang zunächst der Chor des amerikanischen Schiller-Instituts, dann folgten Beiträge zum Thema "Brzezinskis und Huntingtons Universalfaschismus: der Sonderfall Israel unter Scharon". Jeffrey Steinberg vom Nachrichtenmagazin EIR und LaRouches Kampagnensprecher in den Westküstenstaaten der USA, Harley Schlanger, gaben zu dem Thema kurze Erläuterungen. Daran schlossen sich zwei weitere Stunden ausführlicher Debatte an, woran sich auch LaRouche beteiligte.

Dialog der Kulturen

Der zweite Konferenztag begann mit der Hauptrede der Gründerin des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Sie beschrieb den Dialog der Kulturen als Alternative zum "Kampf der Kulturen" und verwies hierzu zunächst auf ihren Aufruf vom Oktober 2001 zu einen solchem Dialog im Sinne von Nikolaus von Kues' Dialog Vom Frieden im Glauben.

Zepp-LaRouche schilderte, wie man "von oben" die universellen Prinzipien entdecken kann, welche die Menschheit trotz ihrer so unterschiedlichen und teilweise scheinbar entgegengesetzten Religionen und Kulturen vereinen könnten. Sie erinnerte besonders an die alten Religionen Indiens und Ägyptens und betonte die Gemeinsamkeiten im Verhältnis des Menschen zu Gott in vielen Religionen. Dabei zog sie immer wieder die Verbindung zu der Methode, mit der Nikolaus von Kues in einer Zeit des intensiven Konflikts mit dem Osmanischen Reich gegen den Religionskrieg anging.

Das Konzept des Menschen als Abbild Gottes existiere in allen großen Religionen, sagte sie, auch wenn bestimmte Kulturen besonders große Erkenntnisfortschritte geschafft hätten, wie etwa die italienische Renaissance und die Amerikanische Revolution. Der Dialog müsse sich stets auf das Beste in allen Kulturen beziehen, betonte sie.

Zum Abschluß forderte Zepp-LaRouche die Kinder und Jugendlichen in aller Welt auf, die "Perlen" anderer Kulturen zu studieren und auf einer internationalen Jugendkonferenz zu diskutieren, wie man ein Neues finsteres Zeitalter und einen Hundertjährigen Krieg verhindern kann.

Fragen aus aller Welt

Am Sonntagnachmittag beantwortete LaRouche Fragen zu einem großen Spektrum von Themen, von Umweltschutz über Religion bis zu Wirtschaftsentwicklung. E-Mail-Fragen trafen aus aller Welt ein, u.a. aus Schweden und aus Peru. Bei den Antworten betonte er immer wieder die Bedeutung seiner wissenschaftlichen Methode, die Menschen stärken könne, Gutes zu tun.

LaRouche ging hart mit unseren gegenwärtigen Massenmedien ins Gericht. Die Medien seien nur heidnische Götter der "Unterhaltung" und wesentliche Instrumente des Establishments zur Kontrolle der Bevölkerung. Insofern sei es zwecklos, zu versuchen, LaRouche "mehr in die Medien zu bringen", denn sie seien ja der Feind. Statt dessen müsse man die Menschen direkt erreichen und dazu inspirieren, das gegenwärtige System umzukrempeln. Dieses Thema, wie man weitere Bevölkerungskreise erreichen kann, war auch der Gegenstand eines internen Treffens für ICLC-Mitglieder am Montag.

Den Abschluß bildete ein Themenkreis über die Amerikanische intellektuelle Tradition. Graham Lowry sprach über das Erbe Benjamin Franklins, ich selbst über Alexander Hamilton, Anton Chaitkin über Abaraham Lincoln und Richard Freeman über Franklin Roosevelts Wirtschaftsprogramm, insbesondere die gewaltigen Entwicklungsprojekte der Tennessee Valley Authority (TVA). Die gesamte Konferenz wurde live im Internet übertragen und ist dort weiterhin in Bild und Ton verfügbar (auf englisch unter www.larouchepub.com). Nancy Spannaus

Zurück zur Homepage