Bei der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts am 12.-13. Juli 2025 in Berlin "Der Mensch ist nicht des Menschen Wolf" stand im zweiten Panel das Thema "Die strategischen Herausforderungen und die entstehende neue Ordnung aus inernationaler Perspektive" auf dem Programm (Video der Beiträge).
Die Reden der deutschen Sprecher finden Sie in der aktuellen Ausgabe der Neuen Solidarität in voller Länge abgedruckt.
Achim Bonatz, Co-Vorsitzender des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden (OKV), einem Mitveranstalter der Konferenz, zeigte auf, daß 5% des BIP für Aufrüstung fast 50% des Staatshaushaltes ausmachen würden, sodaß alle anderen Haushaltsposten dramatisch gekürzt werden müßten – obwohl 2024 „die Ausgaben der NATO-Staaten für Rüstung das Zehnfache der Rüstungsausgaben aller BRICS-Staaten plus Nordkoreas“ betrugen. (5% des BIP für die Rüstungskonzerne)
Wolfgang Effenberger, ehemaliger Bundeswehroffizier und Autor des bekannten Buches Pax Americana, zitierte „Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander“, die Immanuel Kant in seiner Schrift Zum Ewigen Frieden formulierte, und dokumentierte, daß die Politik des Westens diesen Forderungen in allen Punkten zuwiderläuft. (Das Internationale Recht und die sogenannte „wertebasierte Ordnung“ der USA)
Major a.D. Florian D. Pfaff, Sprecher des Darmstädter Signals, einer Vereinigung aktiver und ehemaliger Soldaten, die sich in der Friedensbewegung engagieren, stellte zwei grundsätzliche Haltungen zum Militär gegenüber – die eine, die den Frieden mit Waffen durchsetzen will, die andere ohne Waffen. Er könne beide Seiten verstehen, aber beide beruhten auf Prämissen, die nicht erfüllt sind. (Frieden und Sicherheit: Warum wir eine andere Politik brauchen)
Cornelia Pretorius von den Müttern gegen den Krieg Berlin-Brandenburg erinnerte an Auseinandersetzungen in der deutschen Geschichte, in denen die Bevölkerung im Kampf gegen die Herrschenden wichtige Rechte errang. „All diese Kämpfe von gestern und heute waren und sind auch oft mit Kriegen zwischen einzelnen Staaten untereinander verknüpft.“ Diese Kriege „wären nicht möglich gewesen in einer Gesellschaft, in der nicht der Mensch des Menschen Wolf ist, wie das Motto dieser Konferenz lautet“. (Ein Blick zurück auf DIE Ereignisse deutscher Geschichte, die uns stolz machen sollten, und ein Ausblick auf die Zukunft).
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