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Bau des Senegal-Flusskorridors soll im April beginnen

Der Bau des Senegal-Flusskorridors wird im April 2026 mit einer Grundsteinlegung beginnen. Der Kanal soll den senegalesischen Atlantik-Hafen Saint-Louis und die Stadt Ambidededi in Mali über eine Strecke von 905 km verbinden. Er wird den vier Ländern des Senegal-Flussbeckens – Senegal, Mauretanien, Mali und Guinea – zugutekommen und als maritimer Zugang für das Bündnis der Sahelstaaten dienen, das Mali, Niger und Burkina Faso umfasst.

Das Projekt verspricht eine Senkung der Transportkosten um 60 % und gleichzeitig die wirtschaftliche und politische Integration der westafrikanischen Staaten mit denen der Sahelzone. Es folgt auf die Ankündigung der Fertigstellung der Trans-Sahara-Gaspipeline, die nigerianisches Gas durch Niger transportieren und an das algerische Pipelinenetz und das Mittelmeer anschließen wird.

Das Projekt wird von zwei regionalen Organisationen unterstützt, die für die Entwicklung des Flusses zuständig sind. Es handelt sich um die Société de Gestion et d‘Exploitation de la Navigation du Fleuve Sénégal (SOGENAVSOGENAV) und die Organisation für die Entwicklung des Senegal-Flusses (OMVS), deren Mitglieder die vier Länder des Flussbeckens sind, so Business Insider Africa vom 20. Februar.

Das belgische Unternehmen IMDC, eine Tochtergesellschaft von Tractebel, hat in den letzten 10 Jahren ein Konsortium geleitet, das Vor- und Machbarkeitsstudien durchgeführt hat. Der geplante Kanal wird 35 Meter breit sein und eine ganzjährig garantierte Mindesttiefe von 2,10 Metern haben. Etwa 970.000 m³ Sand sowie rund 25.000 m³ Gestein werden vor allem im oberhalb gelegenen Teil des Kanals bewegt werden. Neue Flusshäfen und eine geplante 500 Millionen Dollar teure Modernisierung des Hafens von Saint Louis sind in Planung.

Afrika hat mehrere große und schiffbare Flüsse, darunter den Kongo, den Niger, den Sambesi und den Nil. Während sich der Nil durch Ägypten rasch zu einem wichtigen Schifffahrtskorridor entwickelt, werden die anderen Flüsse nur unzureichend genutzt. Der Senegal kann hier als Vorbild dienen. Derzeit wird eine neue Klasse von Flussschiffen entworfen, die 80 Meter lang und 11 Meter breit sein und einen maximalen Tiefgang von 1,50 m haben werden. Diese Schiffe könnten auch in südafrikanischen Werften gebaut werden, die über Fachwissen im Bereich dieser Klasse kleinerer Schiffe verfügen, wodurch das Projekt zu einer panafrikanischen Unternehmung würde.

In der Mitarbeit an solchen und ähnlichen Proßprojekten liegt auch Deutschlands Zukunft. 

Quelle: eirna.de

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