Nachdem der GENIUS Act am Freitag vom amerikanischen Repräsentantenhaus verabschiedet und am Samstag von Präsident Trump unterzeichnet wurde, steht der vollständigen Destabilisierung des US-Dollars nun nichts mehr im Wege. Der Stablecoin-Emittent Circle, in den BlackRock investiert hat, ist zum größten Emittenten dieser „Dollar“-Token geworden und hat damit Tether überholt. Der Grund ist Berichten zufolge der europäische Markt, den Tether wegen der (Pseudo-)Regulierung MiCA (Markets in Crypto-Assets Regulation) aufgegeben hat. Die Blockchains, die diese elektronischen Ersatz-Dollar hosten, haben daraufhin Tether-Coins in Europa aufgegeben, während von Circle ausgegebene Stablecoins, genannt USDC, um das 29-fache zunahmen.
Theoretisch sind „Stablecoins“ immer genau einen Dollar wert, weil die Herausgeber zur Absicherung US-Schatzpapiere kaufen. Mit zunehmender Verbreitung werden sie jedoch selbst unter den besten Umständen unterschiedlichen Wert haben. So schwankte der Wert des Stablecoins von Tether im letzten Jahr um einen halben Cent über und unter einem Dollar. Und Allison Schrager betont in einem Bloomberg-News-Artikel vom 18. Juli: „Wenn es jemals zu einem Ansturm auf einen große Stablecoin kommt, müssten alle diese Staatsanleihen schnell verkauft werden – was möglicherweise eine Finanzkrise auslösen würde.“
Ein anderer Stablecoin-Emittent, Ripple, will angeblich Circle kaufen. Ripple veranstaltete am 18. Juni einen Krypto-Gipfel in London, ähnlich dem viel beachteten Krypto-Gipfel in Las Vegas, bei dem Vertreter der Trump-Regierung die Legalisierung von Tokens als „US-Dollar“ unterstützten. Auf dem Gipfel fuhr Ripple britische Parlamentarier auf, um London zum Zentrum der Ausgabe von US-Dollar-Stablecoins zu machen. Dort warb man ausdrücklich für eine Neuauflage des Eurodollar-Marktes der 1950er und 60er Jahre, diesmal mit Kryptowährungen. Dieser Eurodollar-Markt nahm den USA in den 1970er Jahren die Souveränität über ihre eigene Währung, weil der Großteil der US-Dollars in Londoner Offshore-Zentren geschaffen wurde. (Quelle: E.I.R. Nachrichten)
Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität erhält ihre Finanzmittel weder durch staatliche Parteienfinanzierung noch von großen kommerziellen Geldgebern. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden,
deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung!
JETZT UNTERSTÜTZEN