06131-237384info@bueso.de

China baut Landbrücke nach Zentralasien und Europa aus

Wie die Regionalregierung Xinjiangs bekannt gab, wird China noch dieses Jahr mit dem Bau von zwei wichtigen Eisenbahnverbindungen nach Zentralasien beginnen: eine als Erweiterung der "Eurasischen Landbrücke", die über den Alataw-Paß nach Kasachstan führt, und dann die lang geplante Eisenbahn von der im Westen gelegenen Provinz Xinjiang, über das Tianshan-Gebirge nach Kirgisistan und weiter durch das berühmte Fergana-Tal nach Usbekistan und Europa. Dabei werden Pässe von bis zu 3.300 Meter Höhe überwunden. Wie die Nachrichtenagentur [i]Xinhua[/i] am 27. Januar berichtete, soll die zweite Strecke 2010 fertiggestellt sein.  Die Nachricht wurde zwei Tage nach der Ankunft des "Eurasischen Kontinentalexpresses" in Hamburg veröffentlicht, der die Strecke von Beijing in die Hansestadt in Rekordzeit von 15 Tagen zurückgelegt hatte.

Die erste Schienenstrecke wird den chinesisch-kasachischen Grenzübergang Korgas mit Chinas inländischem Schienennetz verbinden und soll bereits dieses Jahr fertig sein. In westlicher Richtung stellt sie eine Anbindung an die Strecke Sary-Ozek in  Kasachstan dar. Nach der Fertigstellung der Strecke  Urumqi- Alataw-Paß-Kirgisistan im Jahre 1992 wird sie die zweite wichtige Verbindung von China nach Kasachstan herstellen. Die neue Schienenverbindung wird die Belastung des Alataw-Passes, des größten Frachtkorridors im Nordwesten Chinas, der im Jahre 2007 fünf Mio. Tonnen Fracht und damit 60% mehr als im Vorjahr bewältigte, deutlich senken.

Die zweite Verbindung, ein Vorhaben größter Herausforderungen, befindet sich noch in der Vorbereitungsphase. Die Strecke wird von Kashi westlich nach Xinjiang, der Stadt, die weltweit am weitesten von jeglichem Ozean entfernt ist, durch Kirgisistan nach Usbekistan führen.