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China bietet der deutschen Industrie einen Ausweg aus der Deindustrialisierung

Während seines Chinabesuchs vom 24.-26.2. wird Bundeskanzler Friedrich Merz von einer Delegation von etwa 30 deutschen Industriemanagern begleitet. Allein das zeigt, wie groß das Interesse deutscher Unternehmen an China ist, wobei die direkten Neuinvestitionen 2025 um 55% auf 7 Mrd.€ stiegen. Dies wiederum zeigt, daß die Wünsche der Industrie mit dem chinesischen Angebot übereinstimmen, mit mehr Investitionen und Zusammenarbeit auf höherem technologischen Niveau die sog. „De-Risking”-Strategie der Europäischen Kommission zu umgehen.

Geopolitisch motivierte Institutionen wie das Berliner MERICS und die Bertelsmann-Stiftung sind über den Chinabesuch ziemlich verärgert und haben Merz und die Delegation aufgefordert, nicht auf die „chinesische Charmeoffensive” hereinzufallen und Distanz zu wahren. Während Merz sich zumindest in seinen öffentlichen Äußerungen zurückgehalten hat, machte sein Außenminister Johann Wadephul in der Vergangenheit aggressive Aussagen zur sensiblen Taiwan-Frage. Es bleibt zu hoffen, daß es den deutschen Industrieführern gelingt, Merz auf ihre Seite zu ziehen, und daß während der Reise des Kanzlers neue Vereinbarungen ausgehandelt und sogar unterzeichnet werden.

Insbesondere deutsche Maschinenbauer sowie Automobil- und Chemieunternehmen suchen nach Perspektiven für Joint Ventures, nicht nur in der Produktion, sondern zunehmend auch in Forschung und Entwicklung. Dies wird durch die Tatsache unterstrichen, daß die Chefs der drei führenden Automobilbauer VW, Mercedes und BMW sowie führender Chemieunternehmen wie Bayer Teil der Delegation sind. Mit einem solchen Ansatz könnten deutsche Unternehmen auch von den beeindruckenden Innovationen Chinas in mehreren Bereichen profitieren. Solche Joint Ventures sollten nicht nur Produktion für den riesigen chinesischen Markt umfassen, sondern auch - wie von den Chinesen ausdrücklich vorgeschlagen - gemeinsame Exporte in Drittländer. Wenn man dies richtig umsetzt, kann Deutschland sich vom gescheiterten westlichen Ansatz lösen, der zur Deindustrialisierung geführt hat, und sich statt dessen einem neuen Paradigma mit Produktion und Kooperation für und mit den BRICS, besonders China, und dem Globalen Süden zuwenden.
 

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