In Peking verurteilte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Lin Jian, die Rede des US-Unterstaatssekretärs für Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit, Thomas G. Dinanno, vor der Abrüstungskonferenz in Genf am 6. Februar. In dieser hatte Dinanno China aufgefordert, sich an multilateralen Rüstungskontrollgesprächen zu beteiligen, und dem Land heimliche Atomtests vorgeworfen.
„Die USA verzerren und diffamieren weiterhin Chinas Nuklearpolitik“, sagte Lin Jian gestern gegenüber Reportern im Außenministerium. „Dies ist im Wesentlichen Teil der politischen Manipulation der USA, um nukleare Vorherrschaft anzustreben und sich ihrer Verantwortung für nukleare Abrüstung zu entziehen. China lehnt dies entschieden ab.“
„Ich möchte betonen, dass die USA die größte Störquelle für die internationale nukleare Ordnung und die globale strategische Stabilität sind“, fuhr Lin fort. Er wies darauf hin, dass die USA den New-START-Vertrag auslaufen ließen, sich weigern, eine Politik des Nicht-Ersteinsatzes zu verfolgen, ihre nukleare Triade modernisieren, am Aufbau eines globalen Raketenabwehrsystems arbeiten und bei der Nichtverbreitung von Kernwaffen mit zweierlei Maß messen. „All dies stört das globale strategische Gleichgewicht und die Stabilität erheblich und untergräbt den internationalen und regionalen Frieden und die Sicherheit“, sagte Lin.
„Die Anschuldigungen der USA gegen China wegen nuklearer Sprengstofftests sind völlig unbegründet. China lehnt es ab, dass die USA Vorwände für die Wiederaufnahme ihrer eigenen Atomtests erfinden. China fordert die USA nachdrücklich auf, die Verpflichtung der fünf Atomwaffenstaaten zu einem Moratorium für Atomtests zu erneuern, den globalen Konsens über das Verbot von Atomtests aufrechtzuerhalten und konkrete Maßnahmen zum Schutz der internationalen Atomwaffenabrüstung und der Nichtverbreitung von Atomwaffen zu ergreifen.
China setzt sich für eine friedliche Entwicklung ein, verfolgt eine Atomstrategie, die sich auf Selbstverteidigung konzentriert, und behält seine Atompolitik langfristig bei. Wir werden weiterhin eine konstruktive Rolle bei der Wahrung des internationalen Friedens und der internationalen Sicherheit spielen.“
Quelle: eirna.de
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