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Dr. Hans Blix: „Es gibt keine Grundlage für einen Angriff auf den Iran“

Der frühere Chef der IAEA (1981-1997), Dr. Hans Blix, lehnte in einem Exklusiv-Interview mit LaRouches Nachrichtenagentur [i]EIR[/i] am 15. November entschieden jeglichen militärischen Angriff auf den Iran ab. Von 2000-2003 hatte Blix die UN-Waffeninspektionen im Irak geleitet.

Dr. Blix bezeichnete gegenüber EIR einen Angriff auf den Iran als „illegal“. Das Land „bedroht niemanden. Es gibt keine Vorgeschichte von Agression oder von Expansion. Sie haben während des Krieges mit dem Irak lange Zeit schrecklich gelitten. Es gibt keine Anzeichen für eine Agression.“ Dr. Blix warnte vor den „furchtbaren Konsequenzen“ jeglicher militärischer Handlungen gegen den Iran. Er fügte hinzu, jeder äußere Angriff werde die Iraner dazu treiben, sich Nuklearwaffen zu verschaffen und das Land vereinigen, während es jetzt politisch tief gespalten sei.

Dr. Blix wies auf den Fall Nordkorea hin, dem man Garantien angeboten hat, „daß sie nicht von außen angegriffen werden, und ich glaube ebensolche Garantien, daß es keine innere Subversion geben wird. Das aber ist meines Wissens nach, dem Iran nicht angeboten worden, und das wäre ein wichtiges Element... Iran, das außerdem als Pariah behandelt und als Teil der sog., 'Achse des Bösen', hat Bedarf nach solchen Zusicherungen, nicht zuletzt mit amerikanischen Flugzeugträgern im Persischen Golf.“

Dr. Blix drückte seine feste Überzeugung aus, daß ein Abkommen zustande kommen muß, durch das Massenvernichtungswaffen im ganzen Nahen Osten abgeschafft werden. Unter den gegenwärtigen Umständen sei dies allerdings schwierig, da Israel dem nicht zustimmen werde.