Was kommt als Nächstes nach zwei Wochen hyperventilierender Berichterstattung über die Sicherheitsbedrohung durch „russische Drohnen“? Am 26.9.25 wurde die Allianz für eine „Drohnenmauer“ und ein Budget von 7 Milliarden Dollar angekündigt.
Man sollte jedoch nicht unerwähnt lassen, dass die Drohnen, die am 9. und 10. September über Polen und Weißrussland flogen, unbewaffnet waren. Bisher hat sich niemand mit handfesten Beweisen für den angeblichen Abschuss der Drohnen gemeldet. Auch scheint niemand daran interessiert zu sein, festzustellen, ob die Ukraine oder Russland daran beteiligt waren. Ferner ist es für die deutsche Öffentlichkeit nicht unwesentlich, die Reaktionen aus Moskau dazu zur Kenntnis zu nehmen, ob man diesen nun zustimmt oder nicht.
EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius leitete eine virtuelle Sitzung von zehn osteuropäischen Ländern sowie Vertretern der NATO und der Ukraine. Er erzielte eine Einigung über die Errichtung einer „Drohnenmauer“, die die Erkennung und das Abfangen unerwünschter Drohnen verbessern soll. Kubilius erklärte: „Russland testet die EU und die NATO, und unsere Reaktion muss entschlossen, einheitlich und unverzüglich sein. Das heutige Treffen war ein Meilenstein – jetzt konzentrieren wir uns auf die Umsetzung.“ Der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erklärte: „Der hybride Krieg dauert an und alle Länder der Europäischen Union werden ihn erleben. Die Bedrohung durch die Russische Föderation ist ernst. Wir müssen darauf sehr radikal reagieren.“
Es wird erwartet, dass die EU-Staats- und Regierungschefs dieses Thema auf die Tagesordnung des Gipfeltreffens in Kopenhagen nächste Woche setzen werden, obwohl ihre Exekutive, die Europäische Kommission, kürzlich den Antrag Litauens und Estlands auf Finanzierung eines kleineren Drohnenmauer-Projekts abgelehnt hatte. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, Europa müsse „dem Ruf unserer baltischen Freunde Folge leisten und eine Drohnenabwehrwand errichten … Das ist kein abstraktes Ziel. Es ist die Grundlage für eine glaubwürdige Verteidigung.“ Es dürfe „keine Unklarheit über unsere Absichten geben. Europa wird jeden Zentimeter seines Territoriums verteidigen.“ Sie erklärte, dass 7 Milliarden Dollar für den Aufbau einer Drohnen-Allianz mit der Ukraine bereitgestellt würden.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, warnte am 26.9.25 hingegen mit drastischen Worten vor "false flag Operationen" Kiews und der Dynamik zu eine "Dritten Weltkrieg". In ihrem Telegram-Kanal machte Sacharowa auf Berichte mehrerer ungarischer Medien aufmerksam, wonach der amtierende Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, Sabotageakte in Rumänien und Polen plane, um Russland dafür verantwortlich zu machen.
„Sein Büro in der Bankowaja-Straße bereitet eine eigene Version des ‚Gleiwitzer Vorfalls‘ vor – mit dem Ziel, einen Casus Belli für einen Krieg zwischen Russland und der NATO zu schaffen“, erklärte sie. „Wenn sich all dies bestätigt, müssen wir zugeben: Nie zuvor in der Neuzeit war Europa so nah am Ausbruch des Dritten Weltkriegs.“ Der Gleiwitzer Vorfall war Teil einer Reihe von Provokationen an der polnischen Grenze, die von der Nazi-SS am 31. August 1939 mit Agenten in polnischen Uniformen durchgeführt wurden, um die deutsche Invasion Polens am nächsten Tag zu „rechtfertigen“.
Es gibt offenbar keine eindeutigen Beweise für solche Pläne der Ukraine in der Öffentlichkeit, aber die Erklärung von Sacharowa zeigt, wie ernst Moskau die Bedrohung durch das Regime in Kiew nimmt, insbesondere in einem Umfeld, in dem das Regime und seine Verbündeten eine antirussische Hysterie wegen angeblicher Luftraumverletzungen durch Drohnen und bemannte Flugzeuge schüren.
Dazu sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem Interview mit dem russischen Journalisten Pawel Zarubin, die Äußerungen westlicher Länder über die Notwendigkeit, russische Flugzeuge abzuschießen, seien unverantwortlich und gefährlich. „Erklärungen, dass russische Flugzeuge abgeschossen werden sollten, sind, gelinde gesagt, leichtsinnig, unverantwortlich und sicherlich gefährlich in ihren Folgen“, sagte Peskow laut einem Bericht der Agentur TASS. Er fügte hinzu, dass das, was in Europa geschieht, ein „sich selbst anheizender Mechanismus“ sei. „Sie selbst werfen Fragen auf und geben unverantwortliche Erklärungen ab.“
Quelle: eirna.de
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