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Führender japanischer Ökonom fordert Bankentrennung

In einem Artikel mit dem Titel „Finanzkapitalismus und die Zukunft“ für das Forschungsinstitut für den Dialog der Kulturen (DOC) ging der japanische Top-Ökonom Daisuke hart ins Gericht mit 30 Jahren globaler Wirtschaftszerstörung durch das westliche System der Globalisierung, angefangen mit der sog. „Asienkrise“ und mit der Aufhebung der Glass-Steagall-Bankentrennung in den USA. Kotegawa kennt das globale Finanzsystem von innen, nachdem er im japanischen Finanzministerium Ende der 90er Jahre der zuständige Beamte für die Lösung der Bankenkrise des Landes und später Japans Vertreter im IWF war.

Er schreibt, die Brexit-Entscheidung und Trumps Sieg seien Symbole dafür, daß ein Wechsel vom Finanzkapitalismus zur einer produzierenden Wirtschaft notwendig ist. „Der Grund ist ganz einfach: Der Finanzsektor vergrößert die Schere zwischen arm und reich, während die Produktion sie schließt.“ Die Weltwirtschaft sei heute noch anfälliger als am Vorabend der Lehman-Pleite, schreibt Kotegawa, der gegenwärtig Forschungsbeautragter am Canon Institute in Japan ist. Das beste Beispiel dafür sei „die verzweifelte Lage der Deutschen Bank, die ein sicherer Hafen für globale Derivatgeschäfte vor dem Crash geworden ist“. Jetzt wäre „die einzige Option für eine weiche Landung die Verstaatlichung; sonst könnte ein Ansteckungseffekt eine Wirtschaftskrise beispiellosen Ausmaßes antreiben, vergleichbar mit der Großen Depression. In diesem Zusammenhang ist die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Gesetzes dringend notwendig, um zu verhindern, daß Investmentbanken weitere hohe Risiken eingehen und die Weltwirtschaft ruinieren.“ „In einer durch Finanzkrisen verursachten Lage wirtschaftlicher Stagnation muß der Staat die Führung übernehmen, indem er die Volkswirtschaft ankurbelt.“

Kotegawa hat auch bei Veranstaltungen des Schiller-Instituts und der Nachrichtenagentur EIR eine Restrukturierung des Finanzsektors nach Glass-Steagall-Prinzipien gefordert - so auch als Reaktion auf einen Vorschlag von Helga Zepp-LaRouche. Helga Zepp-LaRouche forderte im Juli 2016 damals ein Eingreifen der deutschen Regierung, um die Deutsche Bank als lebenswichtige Institution für die deutsche Wirtschaft zu erhalten, jedoch unter der Bedingung, daß die Deutsche Bank zu den kompetenten Geschäftsmethoden ihres früheren Chefs, des im November 1989 ermordeten Alfred Herrhausen, zurückkehrt. Herrhausen hatte sich für eine Hinwendung des westlichen Bankensektors zur Finanzierung realwirtschaftlicher Investitionen zum Auf- und Wiederaufbau von Industrie und Infrastruktur in osteuropäischen Ländern eingesetzt. Statt Zepp-LaRouches Rat zu folgen, weitete die Deutsche Bank im ersten Quartal 2016 ihre Derivatgeschäfte noch weiter aus und hatte 2017 den zweifelhaften Erfolg, der größte Derivathändler der Welt zu sein.

Die Durchsetzung des Glass-Steagall-Trennbankensystems,im Zusammenhang mit den Vier Wirtschaftsgesetzen von Lyndon LaRouche ist jetzt das Gebot der Stunde!