030-8023455info@bueso.de

Gaza: Sinnlose deutsch-jordanische Luftbrücke

Gemeinsam mit Jordanien will Deutschland eine Luftbrücke einrichten, um den Gazastreifen mit humanitären Gütern zu versorgen. Dieser Schritt werde „unverzüglich“ erfolgen, erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in Berlin. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) werde sich eng mit Frankreich und Großbritannien abstimmen, die ebenfalls bereit sind, sich an einer Luftbrücke für Lebensmittel und humanitäre Güter zu beteiligen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat die Pläne für die Luftbrücke scharf kritisiert. Jean Guy Vataux, der Nothilfekoordinator der Organisation im Gazastreifen, sagte, dass „humanitäre Hilfe aus der Luft abzuwerfen eine sinnlose Initiative“ sei, während es viel effektiver wäre, Hilfsgüter mit Lastwagen in die Küstenregion zu bringen.

„Es gibt Straßen, die Lastwagen sind da, die Lebensmittel und Medikamente sind da, alles ist bereit, um humanitäre Hilfe in den Gazastreifen zu bringen.“ Die Luftabwürfe umfaßten weit weniger als 20 Tonnen Hilfsgüter, die ohne Probleme mit einem einzigen Lastwagen transportiert werden könnten, sagte Vataux. „Das Einzige, was fehlt, ist eine Entscheidung der israelischen Behörden, die Einfuhr auf dem Landweg zu genehmigen.“

Werden Sie aktiv!

Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität erhält ihre Finanzmittel weder durch staatliche Parteienfinanzierung noch von großen kommerziellen Geldgebern. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden,

deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung!

JETZT UNTERSTÜTZEN