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Glass-Steagall: Patrioten aus Kolumbien und Mexiko erinnern US-Kongressabgeordnete an Roosevelts Vermächtnis

Auch aus Iberoamerika wurden dem US-Kongreß Botschaften zur Unterstützung der Wiedereinführung des Glass-Steagall-Trennbankengesetzes übermittelt. Hier zwei Beispiele:

Kolumbien

Die kolumbianische Abgeordnete Alba Luz Pinilla Pedraza aus Bogota übermittelte dem US-Kongreß die folgende Botschaft:

In einer Zeit, in der die ganze Welt durch eine der bedeutendsten weltweiten Krisen der Moderne erschüttert wird, ist es notwendig, daß das System der souveränen Staaten wieder die Zügel der Wirtschaft in die Hand nimmt, die wir seit mehr als einem halben Jahrhundert in den Händen der Monetaristen und Spekulanten gelassen haben.

Im Fall von Kolumbien haben die Austeritätsmaßnahmen und Haushaltskürzungen die industriellen Kapazitäten dezimiert. Entgegen allen Vorhersagen erlitt die Wirtschaft im dritten Quartal 2012 eine besorgniserregende Abschwächung und registrierte nur noch ein Wachstum von 2,1% im Vergleich zum Vorjahr, als sie noch um 7,5% wuchs. Der Produktionssektor wuchs nur noch um 01% und der Handel nur noch um 3,7%.

Was Kolumbien droht ist eine Abschwächung der Wirtschaft, um so mehr, da die wirtschaftlichen Maßnahmen das Wachstum schwächen und seinen Motor, die Mittelschicht, abschrecken. Stattdessen wird eine Klasse von Investoren gefördert, die im Weltmaßstab mit ihrem Kapital spekuliert und keinen Reichtum oder Gewinne im Land beläßt.

Die Weltwirtschaft muß umgebaut werden, und das sollte auf einer völligen Änderung der Regeln und Prioritäten für Investitionen beruhen. Es ist an der Zeit, unsere produktiven Sektoren zu retten und unsere arbeitslosen Arbeitskräfte zu schützen, bei einer Arbeitslosigkeit von mehr als 40%.

Es ist an der Zeit, die finanziellen Rettungspakete zu stoppen, die unsere Nationen und ihre Bürger opfern, und eine neue Vereinbarung zwischen den Nationen über ein wirtschaftliches Modell zu treffen, die das Überleben der Menschheit sicherstellt, und ein für allemal die Türen für spekulative Investitionen und eine Marktwirtschaft zu schließen, die die ganze Welt dem Freihandel ausgeliefert hat und die Beschäftigung und die wirtschaftliche Souveränität der Nationen geopfert hat.

Wir in Kolumbien verstehen, daß man beabsichtigt, die Nationen für den Kollaps des Weltfinanzsystems bezahlen zu lassen, und dafür Menschenleben und das Gemeinwohl zu opfern. Die Initiative für ein Glass-Steagall-Gesetz ist jetzt notwendiger denn je zuvor, und wir vertrauen darauf, daß der Kongreß der Vereinigten Staaten auf dem Weg zu diesem wichtigen Schritt die Führung übernimmt und ein solches Gesetz beschließt, und daß er zweifellos eine klare Botschaft an die politischen Kräfte in unserem Kongreß senden wird, um jene zu ermutigen, die sich für eine Debatte über die Reorganisierung des Systems eingesetzt haben, um eine Ära der planetaren Krise zu vermeiden, solange wir sie noch abwenden können.

Für das Gemeinwohl der Nationen!

Mit freundlichen Grüßen,
Alba Luz Pinilla Pedraza,
Abgeordnete der Deputiertenkammer für Bogota,
Kongreß der Republik Kolumbien

* * *

Mexiko

Wir, die Unterzeichner, Bürger der Vereinigten Staaten von Mexiko, mit unterschiedlichem politischen, wissenschaftlichen, geschäftlichen, institutionellen und akademischen Hintergrund, sind überzeugt, daß die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die vom Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, mit Billionen an Dollars an Stützungsgeldern, „quantitativer Erleichterung“ und Schutz für die als „zu groß zum Scheitern“ erachteten Banken vor Strafverfolgung die Sicherheit der ganzen Welt in Gefahr gebracht haben, indem sie einen globalen hyperinflationären Prozeß in Ganz setzten, und indem sie Geldwäsche zur Erhaltung des Bankensystems - wie in den Fällen der HSBC und Wells Fargo - zugelassen haben, was auf beiden Seiten unserer Grenze Tod und Zerstörung herbeigeführt und die Welt an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat.

Aus diesem Grunde geben wir unsere volle Unterstützung für die sofortige Verabschiedung des Gesetzes HR 129, das von den Abgeordneten Marcy Kaptur und Walter Jones in den US-Kongreß eingebracht wurde. Dieses Gesetz, auch bekannt als das „Gesetz für die Rückkehr zu einem vernünftigen Bankwesen“, erneuert den Geist des Glass-Steagall-Gesetzes von Franklin Roosevelt, das er dazu einsetzte, die britenfreundliche Mafia der Wall Street zu bekämpfen und Ihrer Nation eine Zukunft zu sichern.

Ohne einen Glass-Steagall-artigen regulatorischen Standard für das Finanzsystem der Vereinigten Staaten und der Welt wird ein weltweiter Zusammenbruch der Wirtschaft schon bald eintreten. Und wie unser früherer Präsident José Lopez Portillo 1982 vor den Vereinten Nationen erklärte, werden unsere Nationen dann Opfer eines „neuen, mittelalterlichen finsteren Zeitalters ohne die Möglichkeit einer Renaissance“ werden.

Wir bitten Sie, diese historische Gelegenheit nicht zu verpassen, dieses Ferment, das die Grenzen überschritten hat und in 17 US-Bundesstaaten diskutiert wird und über das wir jetzt aufgrund des Einsatzes der LaRouche-Bewegung für ein neues Wirtschaftssystem auch hier in Mexiko diskutieren. Unterzeichnen Sie HR 129, und seien Sie ein Patriot und Weltbürger.

César Hernández, ehemaliger Senator (PRI)
Yolanda Aguila, Gewerkschaft des Nationalen Instituts der Schönen Künste
Maestro José Briano Vázquez, Gesangslehrer und Chorleiter
Ricardo Miguel Flores, Universitätsprofessor
Dr. Alfonso Gerardo Hernández Escareño, emeritierter Professor, Abteilung Biologie, Juarez University des Bundesstaats Durango (UJED)
Osvaldo Arturo Hernández Lombardini, Lehrer
Emilio López Gámez, Professor der Universität Chapingo und politischer Berater
Pater Héctor Martínez, Priester
Gastón Pardo, Journalist, Red Voltaire
Rafael Patiño, Atmosphärenforscher
Dr. Omar Pensado Díaz, Biologe
Julieta Ivette Ramírez Enríquez, Biologin, Institute für fortgeschrittene Studien, Xalapa, Mario Rechy Montiel, Ökonom
Alejandro Riestra., Ökonom und Unternehmer
Manuel Romero, Nationale Föderation für Wissenschaft und Technologie
José Antonio Ruiz González, ehem. Präsident der Nationalen Handelskammer von Sonora
Raúl Velasco Orozco, Nationales Institut der Schönen Künste