Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Januar die Drei-Millionen-Marke überschritten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 3,085 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Im Dezember 2025 lag die Zahl der Arbeitslosen noch bei 2,908 Millionen. Die Arbeitslosenquote stieg damit innerhalb eines Monats um 0,4 Punkte auf 6,6 Prozent. Nur im Februar 2014 war die Arbeitslosenzahl höher, als sie bei rund 3,138 Millionen lag.
Besonders in der Industrie sind die wirtschaftlichen Schwierigkeiten groß. Die Unternehmen halten sich mit Neueinstellungen zurück. Der Arbeitsplatzabbau ist enorm, was sich in Deutschland besonders bemerkbar macht, weil die Industrie einen viel größeren Anteil an der Wirtschaftsleistung hat als in anderen westlichen Ländern.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) schätzt, dass die Industrieunternehmen im vergangenen Jahr insgesamt 130.000 Arbeitsplätze abgebaut haben und in diesem Jahr weitere 70.000 Stellen streichen werden. Die Umbrüche der Transformation, wie die Umstellung auf klimafreundlichere Elektrofahrzeuge in der Automobilindustrie, setzten vor allem das produzierende Gewerbe unter Druck, so IAB-Prognosedirektor Enzo Weber. Darüber hinaus schaden die hohen Energiepreise (aufgrund der EU-Sanktionen gegen russisches Gas) vor allem den energieintensiven Unternehmen, wie z.B. der chemischen Industrie.
Bosch steht vor dem größten Jobabbauprogramm in der Unternehmensgeschichte in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. 22.000 Stellen will Bosch allein in der Autosparte streichen. Die Zahl steigt auf fast 28.000, zählt man die Arbeitsplätze dazu, die der Konzern bei Hausgeräten und Elektrowerkzeugen zusätzlich abbaut.
BüSo-Broschüre: https://www.bueso.de/aufbau-statt-kriegswirtschaft
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