Auf einer Pressekonferenz in Berlin am 8. Januar wurde eine internationale Petition zur Solidarität mit Jacques Baud vorgestellt. Sie trägt den Titel: "Genug ist genug! Bis hierher und nicht weiter! Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU!" Die Petition wurde von dem Autor Patrik Baab, der BSW-Politikerin Sevim Dagdelen und der Friedensaktivistin Laura von Wimmersperg präsentiert.
Dagdelen sagte, die Situation von Baud als sanktionierte Person sei schlimmer als eine Gefängnisstrafe. Die Sanktionierung des Schweizer Analysten ziele darauf ab, seine bürgerliche Existenz zu zerstören, „ohne Strafverfahren, ohne Gerichtsurteile, ohne Anhörung“. Die EU schaffe damit „ein System schrecklicher Zensur“, das „eine Person ins innere Exil“ schicke und ihr de facto ein Arbeitsverbot auferlege, ohne dass diese Person ein Verbrechen begangen habe.
Dagdelen sah hier Analogien zu autoritären Systemen der Vergangenheit wie dem zaristischen Russland. Zwar führt das Exil nicht wie unter den Zaren in eine physisch abgelegene Gegend, doch muss die betroffene Person dort bleiben, wo sie ist, wird jedoch aller Ressourcen beraubt und kann nur mit behördlicher Genehmigung Lebensmittel erhalten. Anders als unter früheren Regimes werden die Bücher der verbannten Person zwar nicht verbrannt, aber sie dürfen von Verlagen nicht mehr verkauft werden, da dies gegen die EU-Sanktionsresolution verstoßen würde.
In der Petition heisst es u.a.: "...Der Ministerrat der EU zerstört mit willkürlichen Strafmaßnahmen gegen Jacques Baud und insgesamt gegen 59 Journalisten und Wissenschaftler die Grundlagen der Meinungsfreiheit.
Diese Sanktionen sind illegal und völkerrechtswidrig, denn sie wurden nicht durch den UN-Sicherheitsrat verhängt. Das Gutachten der ehemaligen Richterin am Europäischen Gerichtshof Prof. Dr. Ninon Colneric und der Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Alina Miron von der Universität Angers zeigt, dass die zugrundeliegenden Rechtsakte auch gegen EU-Recht verstoßen. Die EU nutzt die Sanktionsliste als Instrument, Kritiker mundtot zu machen, und manövriert sich immer tiefer in einen Abgrund der Gesetzlosigkeit. ..."
Am Ende heisst es: "Wir fordern Bundesregierung und EU auf, konstruktiv am Frieden in der Ukraine mitzuwirken und alle verfassungswidrigen Versuche einzustellen, den Krieg zu verlängern."
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