Der Vorsitzende der israelischen Partei Meretz-Jachad, Yossi Beilin, schrieb in einem Gastbeitrag in der Washington Post am 23. November, daß Israel ernsthafte Verhandlungen mit der Hamas aufnehmen müsse. Sein Beitrag trägt die Überschrift "Notwendig: einen Waffenstillstand mit Hamas, jetzt." Dort schreibt Beilin, "angesichts der Tatsache, daß die gegenwärtige Politik der Eingrenzung die Gewalt entlang der Grenze nicht beenden konnte, sollte Israel einen anderen Weg wählen. Die einzige Möglichkeit, die ich im Interesse des Friedens erkennen kann, ist, mit Hamas durch einen Mittler in Dialog zu treten, um einen Waffenstillstand zu erreichen.
Solch ein Abkommen würde die Unterlassung jeglicher gegenseitiger Gewalttat einschließen; sowie den Grenzverkehr von Gütern und Dienstleistungen zum Gazastreifen zulassen; die Freilassung von palästinensischen Gefangenen für die Freilassung des im Juni 2006 entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit; und einen Entschluß seitens der Hamas, jegliche Versuche der Untergrabung des Treffens in Annapolis nächste Woche sowie dessen Resultat zu vehindern."
Unmittelbar nach dem israelischen Angriff auf den Libanon 2006, bei der die Unwirksamkeit Israels gegen asymmetrische Kriegsführung dargelegt wurde, rief Beilin zu einer "Madrid II"-Konferenz auf, die neue Wege zu einem universellen Friedensabkommen öffnen würde. Beilin hatte recht und Lyndon LaRouche erklärte seine volle Unterstützung für den Aufruf Beilins. Am Vorabend des Annapolis Treffens, das von der von Beilin erhofften umfassenden Friendskonferenz weit entfernt ist, schreibt Beilin in seinem Artikel, daß die Hamas ein Nachbar Israels sei – und nicht von Washington, Brüssel oder Kairo. Aus diesem Grund solle Israel seinem eigenen Interesse an einem allgemeinen Waffenstillstand mit den Palästinensern nachgehen.
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