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Konferenz in Dubna/Rußland befaßt sich mit Neuer Seidenstraße

Die „5. Internationale Konferenz über fundamentale und angewandte Probleme der nachhaltigen Entwicklung im System Natur-Gesellschaft-Mensch“ an der [i]Staatsuniversität der Region Moskau[/i] in Dubna begann am 21. Dezember. Die diesjährige Konferenz hatte den Titel „Probleme der Messung und Steuerung nachhaltiger Entwicklung angesichts der globalen Herausforderungen, Risiken und Bedrohungen“, und hatte einen besonderen Schwerpunkt auf der Bedeutung und dem Potential von Chinas Wirtschaftsgürtels der Seidenstraße für ganz Eurasien. Zu den Höhepunkten der Eröffnungssitzung der Konferenz gehörten eine Grußbotschaft des amerikanischen Ökonomen Lyndon LaRouche und ein Videobeitrag der Gründerin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche.

Diese Konferenzserie in Dubna wurde 2010 von Prof. Boris Bolschakow ins Leben gerufen, einem engen Mitarbeiter des im Jahr 2000 verstorbenen russischen Wissenschaftler Pobisk Kusnezow, der zu den weitsichtigsten Organisatoren der industriellen Entwicklung Rußlands gehörte und in seinen letzten Lebensjahren ein Freund und Dialogpartner LaRouches war. Die offiziell von der [i]Internationale P.G.-Kusnezow-Schule für Nachhaltige Entwicklung[/i] ausgerichtete Konferenz wurde von der Universität Dubna und der Russischen Akademie der Wissenschaften, der Russischen Akademie der Naturwissenschaften, der Russischen Ingenieurs-Akademie und der Nationalen Akademie der Naturwissenschaften Kasachstans unterstützt. Mehr als 200 Personen, insbesondere aus verschiedenen Regionen Rußlands sowie aus Weißrußland und Kasachstan, nahmen an der zweitägigen Konferenz teil.

LaRouche betonte in seiner Grußbotschaft „die besondere Aufgabe und Verantwortung der Wissenschaften, der Menschheit eine Perspektive für eine nachhaltige Existenz als galaktischer Gattung zu geben“, und verwies als Beispiel auf das Werk des Akademiemitglieds Wladimir Wernadskij. Die zweite Grußbotschaft, die der Konferenz übermittelt wurde, kam von Frau Na Jinhua, der Präsidentin der [i]Normaluniversität Jiangxi für Wissenschaften und Technologie[/i] in China.

Während der Plenarsitzung wurde ein Videobeitrag von Helga Zepp-LaRouche über die Seidenstraße vorgeführt, der vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurde. Der Beitrag, der schon im November für Konferenzen in Kolumbien und Mexiko sowie für die Konferenz in Dubna aufgenommen worden war, hatte den Titel, „Die strategische Bedeutung der Neuen Seidenstraße“. (Das Video finden Sie im englischen Original mit russischen Untertiteln im Internet: https://youtu.be/UYEkmTOwHgc)

Als das Video endete, gab es herzlichen Beifall aus dem Publikum, nur ein einziger Zwischenrufer protestierte: „Was hat Chinas schnelle Entwicklung mit all dem zu tun? Wenn wir das gestrichen hätten, was wir in Rußland für Sozialleistungen und Pensionen ausgeben, dann hätten wir auch schnelles Wachstum!“ Prof. Bolschakow unterbrach diese leider nicht untypischen Tiraden mit der Aufforderung an den Zwischenrufer, Frau Zepp-LaRouche seine Einwände schriftlich zu übermitteln.

In der Plenarsitzung sprach auch Prof. Wjatscheslaw Tschesnokow, der wissenschaftliche Sekretär der [i]Kommission der Russischen Akademie der Wissenschaften[/i] zum Studium des wissenschaftlichen Erbes des Akademiemitglieds W. I. Wernadskij anläßlich des 100. Jahrestags der Gründung der Kommission zum Studium der natürlichen Produktivkräfte (KEPS) durch Wernadskij - ein Projekt, das eine bis heute anhaltende, nachhaltige Wirkung auf die industrielle Entwicklung Rußlands hatte.

Mehrere der in den anschließenden Vortragsrunden vorgetragenen Beiträge behandelten die Entstehung der Noosphäre. Bemerkenswert waren auch Beiträge russischer Redner über die wissenschaftliche Inkompetenz des Rio-Abkommens über „nachhaltige Entwicklung“ von 1992 und der gerade beendeten Pariser Klimakonferenz (COP21). Prof. Nikolai Petrow sprach über „Klimawandel auf der Erde vom Standpunkt des Gesetzes der Erhaltung des Lebens im Kosmos“ und präsentierte darin den natürlichen - nicht-anthropogenen - Klimawandel im Lauf der Jahrtausende.

Eine der Vortragsrunden am zweiten Tag der Konferenz widmete sich dem Thema „Planung des Finanzsystems der zukünftigen Welt“ und wurde eröffnet durch einem Videobeitrag von Rachel Douglas vom [i]Executive Intelligence Review[/i] über den transatlantischen Zusammenbruch und die Alternative des Hamiltonischen Kreditsystems, mit besonderem Schwerpunkt auf den von Lyndon LaRouche formulierten „vier Gesetzen“ zur Überwindung der gegenwärtigen Krise.