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Kriege in Nahost endlich beenden!

In ihrer Rede vor der UN-Vollversammlung hat die österreichische Außenministerin Karin Kneissl am 29. September ihre Amtskollegen weltweit aufgefordert, weniger zu reden und schnell zu handeln, um kritische Situationen wie die Kriege in Syrien und Jemen zu überwinden. Die russische Presseagentur TASS zitierte Kneissl, die wechselnd in Arabisch, Französisch, Spanisch und Englisch sprach: „Leider können wir Diplomaten oft nicht dafür sorgen, daß die Stimmen jener, die in Dunkelheit und Elend leben, gehört werden. Unsere Diplomatie gibt zu häufig ausgefeilten Erklärungen den Vorrang vor konkreten Handlungen. Ich möchte sogar sagen, daß wir einen ‚Dialog der tauben Ohren‘ pflegen, wenn wir uns auf ein Ritual verlegen, einfach vorbereitete Erklärungen abzulesen. Diese Art zu denken zeigt, daß wir den Kontakt zur Realität verloren haben und wir die Bedeutung eines echten Meinungsaustausches nicht mehr verstehen.“

Frau Kneissl kritisierte die Äußerungen der internationalen Gemeinschaft zu Syrien und Jemen, die alle „voll von Litaneien und Mantras“ seien: „Wir lassen uns von Wörtern wie Wiederaufbau, Stabilisierung, Verfassung usw. mitreißen. Währenddessen versuchen die Menschen, Kinder, einfach zu überleben. Sie brauchen Essen, Trinkwasser, einige Stunden Strom und ein Mindestmaß an Sicherheit... Deswegen“, so stellte sie in Aussicht, „will Österreich jenseits dieser hehren Erklärungen, wie andere Länder bereits auch, zur Finanzierung der Minenräumung in Syrien beitragen... Und was die größte Tragödie unserer Zeit angeht – und damit meine ich den Jemen –, ist Österreich bereit, seinen humanitären Einsatz zu erhöhen.“