030-8023455info@bueso.de

Mark Carney will das globale Finanzkasino retten

Wenn eine Strategie der Oligarchie scheitert, verlegt sie sich typischerweise auf eine „delphische“ Operation: Eine Persönlichkeit aus ihren Reihen tritt hervor und sagt: „Wir haben alles falsch gemacht, jetzt müssen wir es richtig machen.“ 

Diesmal handelt es sich um den kanadischen Premierminister Mark Carney. In seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am 20.1. schockierte er mit dem Eingeständnis, daß die „regelbasierte Ordnung” ein Betrug ist, weil sie für einige Länder gelten soll, aber für andere nicht. Anschließend rief er die „mittleren Nationen” dazu auf, sich gegen Großmächte wie die USA, China und Rußland zusammenzuschließen. Die Mainstream-Medien lobten seine Intervention und krönten ihn zum neuen Propheten des westlichen Liberalismus, der es mit einem Donald Trump aufnehmen will. Leider sind auch viele wohlmeinende Menschen in diese Falle getappt, wie z.B. Jeffrey Sachs in einem Interview mit Glenn Diesen.

In Wirklichkeit geht es Carney um das Überleben des Finanzsystems mit der Londoner City als Zentrum, möglicherweise durch eine Neuauflage des Britischen Empire in anderem Gewand.

Man erinnere sich, was er am 23. August 2019 beim Zentralbanktreffen in Jackson Hole/Wyoming sagte. Am Ende einer langen Rede vor den versammelten Zentralbankern (nicht zuletzt der Federal Reserve) forderte Carney damals eine internationale synthetische Währung als Ersatz für den US-Dollar. „Es ist eine offene Frage, ob eine solche neue Synthetische Hegemonialwährung (SHC) am besten vom öffentlichen Sektor bereitgestellt werden sollte, vielleicht durch ein Netzwerk digitaler Zentralbankwährungen.“ Sie könnte „den beherrschenden Einfluß des US-Dollars auf den globalen Handel dämpfen“.

Das ist die versteckte Agenda hinter seiner Forderung in Davos, „eine neue Ordnung zu schaffen, die unsere Werte verkörpert“ und „Institutionen und Vereinbarungen zu schaffen, die funktionieren wie beschrieben“. Um Carneys Absichten besser beurteilen zu können, sollte man sich seine Laufbahn vor Augen führen: Sein Aufstieg begann 2008 als Kanadas Zentralbankchef, als er erkannte, daß eine „Mauer aus Geld“ Bankinsolvenzen verhindern konnte. Während seine Kollegen wegen Inflationsängsten zögerten, senkte Carney die Zinsen von 4,5% auf 0,25% und versorgte die Banken mit reichlich Liquidität - sie liehen sich Geld und zahlten weniger zurück (die Inflation lag bei über 3%). Anschließend erweiterte die Zentralbank die Bandbreite von Unternehmenswerten, die sie aufkaufte. Viele davon erwiesen sich als wertlos, obwohl sie ein hohes Rating hatten. Mit anderen Worten, Carney erfand die Quantitative Lockerung (QE), bevor irgendjemand davon redete.

Nachdem er in der Weltfinanzkrise dank seiner Skrupellosigkeit in Kanada eine offene Bankenrettung vermeiden konnte, wurde er zum Chef der Bank of England befördert, und danach auch zum Chef des Finanzstabilitätsrats, der die globale QE überwacht.

Carney, der mit einer britischen Klimaschützerin verheiratet ist, gründete auch das „Central Bank Network for Greening the Financial System” als Motor des Great Reset und Mutter des Green Deal. Die grüne Agenda kam in seiner Rede in Davos nicht ausdrücklich vor, könnte sich aber hinter dem verstecken, was er „Energie-Investitionen” nannte. Dies wird jedoch überschattet von der Aufrüstungskampagne, die er voll und ganz befürwortet. Carney bekräftigte auch stolz Kanadas Unterstützung für die Fortsetzung des Krieges gegen Rußland in der Ukraine: „Was die Ukraine betrifft, so sind wir ein Kernmitglied der Koalition der Willigen und einer der größten Pro-Kopf-Beitragszahler für ihre Verteidigung und Sicherheit.“

Lesen Sie dazu auch die BüSo-Broschüre https://www.bueso.de/stoppt-klimaschwindel-wall-street-city-london

Werden Sie aktiv!

Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität erhält ihre Finanzmittel weder durch staatliche Parteienfinanzierung noch von großen kommerziellen Geldgebern. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden,

deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung!

JETZT UNTERSTÜTZEN