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Niederlage für „Reissisten“ beim IPCC-3-Treffen in Bangkok

15. Mai (EIRNS) - Das wichtigste Ziel der Organisatoren der 3. Konferenz des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Bangkok letzte Woche war es, eine Einigung über drastische und völlig verrückte Änderungen beim Reisanbau zu erzwingen. Dazu wurden China, Indien, Thailand, Indonesien und andere große Reisproduzenten von den Deligierten des IPCC stark unter Druck gesetzt. Die Begründung lautete, die heutigen Reisanbaumethoden würden Methan und Kohlendioxid freisetzen, die widerum nach der unwissenschaftlichen Theorie der vom Menschen erzeugten globalen Erwärmung den Klimawandel beschleunigen sollen. Die Wirkung der geforderten Änderungen wäre offensichtlich eine Gefährdung und Kürzung der Nahrungsmittelversorgung für die 3,5 Mrd. meist armen Menschen, deren Überleben vom Reisanbau abhängt. Hinter diesem Effekt steckt die eigentliche Absicht der IPCC-Klimafanatiker, die wie Al Gore glauben, die Welt sei überbevölkert.
Die gute Nachricht ist, daß sich die reiserzeugenden Nationen durchsetzen konnten.
Wenigstens 114 Staaten produzieren Reis, davon haben 50 eine jährliche Produktion von mehr als 100.000 t. Bauern in Asien erzeugen mehr als 90%, China und Indien allein mehr als die Hälfte der weltweiten Gesamtproduktion. Für die meisten der reiserzeugenden Länder, deren jährliche Produktion eine Million Tonnen übersteigt, ist Reis ein Grundnahrungsmittel. In Bangladesch, Kambodscha, Indonesien, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam kommen 50-80% der verbrauchten Kalorien aus Reis. Bauern in Asien pflanzen Reis hauptsächlich an, um ihre eigenen Familie zu ernähren. Trotzdem kommt fast die Hälfte der Ernten auf den Markt, wovon der größte Teil lokal verkauft wird. Nur 6-7% des weltweiten Reisproduktes wird international gehandelt; mit anderen Worten: es gibt sehr wenig Überschuß, und daher auch kein Reiskartell.
Die Deligierten des IPCC argumentierten während ihres langgezogenen Streites mit den großen Reiserzeugern, anaerobe Bakterien im Wasser der Reisfelder würden Methan, Kohlendioxid und Stickoxide erzeugen, die dann durch die Halme der Reispflanzen in die Luft transportiert gelangen. Sie verlangten daher, daß die Landwirte die Reisfelder trockenlegen, sobald der Reis herangereift sei. Das wurde abgelehnt, weil es zum einen zusätzliche Kosten für die Bauern bedeutete, und das Wasser außerdem langsam in den Boden sickert und damit die Feuchtigkeit für die Wintersaat bereitstellt. Desweiteren enthalten die Reisfelder nur selten die benötigte Menge an Wasser, da die Regenfälle zu unterschiedlichen Zeiten eintreten. Unter diesen Unständen könne ein Landwirt nicht riskieren, das Wasser abzulassen.
Die zweite Forderung bestand darin, Land für andere Saatgüter, hybride und hochproduktive Reissorten, freizumachen. (China wurde gelobt, weil es 10 Mio. Hektar Land von Reis auf andere Produktion umgestellt hat.) Dieses Argument wurde jedoch zurückgewiesen, da es die mit Monokulturen jeder Art zusammenhängenden Gefahren mit sich brächte.
Schließlich berichteten Anwesende, daß die Konferenz sozusagen im Scbatten der großen, multinationalen Konzerne stattfand. Im Sinne dieser Lobby forderte das IPCC die Anpflanzung von Reis aus Saatgut, anstelle der jetzt genutzten Jungpflanzen, weil dies weniger Wasser verbrauche. Doch dieses Saatgut wird eben von jenen multinationalen Firmen produziert und würde die Reisproduktion, jährlich etwa 625 Mio. t, von Bedingungen abhängig machen, die ganz von diesen Konzernen und damit vom Gutdünken der vorherrschenden Mächte diktiert werden.