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Noch ganz fit? Bayerische Politikerin will Gesundheitssektor für Kriegsfall fit machen

Die Bundesregierung sollte Krankenhäuser im ganzen Land so ausstatten, dass sie im Falle eines militärischen Konflikts effizient arbeiten können, argumentierte die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) und berief sich dabei auf eine angebliche Bedrohung durch Russland.

In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen Zeitung vom Montag erklärte die Ministerin:„Die militärische Bedrohung Europas durch Russland und die mögliche Abkehr des neuen US-Präsidenten Trump von der bisherigen Sicherheitspartnerschaft bedeuten auch massiven Handlungsbedarf für das deutsche Gesundheitssystem und die ganze Zivilgesellschaft.“ Eine bloße Aufstockung der Streitkräfte würde nicht ausreichen, um die Herausforderung, vor der das Land angeblich stehe, angemessen zu bewältigen. „Wir brauchen deshalb einen umfassenden ,Zivilen Operationsplan Deutschland’… Hier geht es um nichts weniger als darum, das gesamte Gesundheitssystem auf alle Arten von Krisen vorzubereiten – auch auf kriegerische Angriffe aller Art,“ betonte Gerlach.

Ihrer Ansicht nach müsste das deutsche Gesundheitssystem in einem solchen Szenario darauf vorbereitet sein, „die medizinische und pflegerische Versorgung von mehr als 80 Millionen Menschen unter Kriegsbedingungen aufrechtzuerhalten und zusätzlich auch verletzte Soldaten zu versorgen… Der Staat muss klare Vorgaben machen. Das betrifft die EU-Ebene, den Bund und die Länder.“ Angesichts des zu erwartenden Personalmangels in Krankenhäusern im Falle eines groß angelegten militärischen Konflikts schlug Gerlach vor, „nicht nur über eine mögliche Wehrpflicht zu reden, sondern auch über einen Zivildienst, der personell angespannte Einrichtungen unterstützt.“

Siehe auch: https://www.solidaritaet.com/neuesol/2024/12/lauterbach.htm

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