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Opposition in England gegen Mays Kriegspolitik wächst

Die britische Opposition eskaliert ihren Kampf gegen die Kriegspolitik von Premierministerin Theresa May. Labour-Chef Jeremy Corbin meldete in einem BBC-Interview vom Sonntag Zweifel an den vorgeschobenen Argumenten an, die die Luftschläge gegen Syrien rechtfertigen sollten. Corbyn sagte, auch „andere Parteien“ hätten Zugang zu Chlorgas und könnten hinter dem Angriff stecken. May und Außenminister Boris Johnson sind insbesondere verärgert über Corbyn, da er über ihre erfundenen „Beweise“ unterrichtet worden sei und diese dennoch weiter öffentlich in Frage stelle.

Corbyn zweifelte auch die rechtliche Grundlage der Raketenschläge an, denn die Rechtfertigung „aus humanitären Gründen“ sei rechtlich umstritten. Er rief dazu auf, daß Großbritannien ein „Kriegsermächtigungsgesetz“ brauche, das der Regierung vorschreibt, vor der Einleitung militärischer Handlungen die Einwilligung des Parlaments einzuholen. Auch Nicola Sturgeon von der Scottish National Party unterstützte Corbyns Forderung nach einem solchen Gesetz.

Der britische Independent hatte noch am Tag des Angriffs eine Umfrage gestartet, die zeigte, daß nur ein Viertel der Briten die Luftschläge befürworteten.