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Pecora-Kommission jetzt auch im US-Repräsentantenhaus gefordert

John Dingell, dienstältester Abgeordneter im amerikanischen Repräsentantenhaus hat am 21. April eine Resolution eingebracht, die die Schaffung eines Sonderausschusses zur gründlichen und lückenlosen Untersuchung der Ursachen der
gegenwärtigen Finanzkrise fordert.

“Die Initiative vom Abgeordneten Dingell ist von nationaler Bedeutung“, begrüßte Lyndon LaRouche diesen Schritt. „Das ist es, wogegen Präsident Obama sich bisher gesperrt hat. Es ist genau das, was wir tun müssen, wenn wir die Nation retten wollen. Und zwar jetzt.“

Wie der Sonderausschuß des Senats, der von den Senatoren Dorgan und McCain vorgeschlagen wurde, hätte der Sonderausschuß des Abgeordnetenhauses die Möglichkeit Auskünfte mit Zwangsmitteln einzuholen, z.B. Personen vorzuladen und die Befugnis alle Finanzoperationen, die mit Wertpapieren, Hypotheken, Termingeschäften und ähnlichen Aktivitäten zu tun haben, zu untersuchen.

In seiner Rede bezog sich Dingell auf die Anhörungen der Pecora-Kommission 1932 und 1933, die die Ursachen der Großen Depression in den USA untersucht hatte. Mit der Aufdeckung groß angelegter Betrügereien an der Wallstreet legte die Pecora-Kommission damals die Grundlage für die Schaffung einer Reihe von Gesetzten zur Regulierung des Finanzsektor, wie beispielsweise das [i]Glass-Steagall-Gesetz[/i], das die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken vorschrieb und bis 1999 bestanden hatte.

Der Dorgan-McCain-Vorschlag wurde mittlerweile im Senat als Teil des [i]Fraud Enforcement and Recovery[/i] Gesetzes am 28. April mit einer überwältigenden Mehrheit verabschiedet.