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Probleme für das transatlantische Finanzsystem verschärfen sich

Die Nachrichten zum Jahreswechsel haben deutlich gemacht, dass dem transatlantischen Finanzsystem möglicherweise dunkle Zeiten bevorstehen und die US-Notenbank eingreifen muss, um die entstandenen Löcher zu stopfen. Zunächst wurde im Wall Street Journal berichtet, dass Kryptowährungs-Investoren im Jahr 2025 über eine Billion Dollar an Marktwert verloren haben. Die Ratten verlassen nun das sinkende Schiff, und 2026 sieht noch schlechter aus. Einige der riesigen Rechenzentren für Bitcoin-Mining wurden bereits in KI-Rechenzentren umgewandelt – in der verzweifelten Hoffnung, von der nächsten großen Spekulationsblase zu profitieren. Selbst „Krypto-Treasury-Unternehmen“, die gegründet wurden, um Kryptowährungen aufzukaufen, haben ihre Kaufwelle im Wesentlichen eingestellt. Santiago Roel Santos, der CEO der Krypto-Investmentfirma Inversion, sagte: „Die Stimmung ist ziemlich düster… Ich glaube, die unangenehmste Phase der Kryptowährungen hat begonnen.“

Nur wenige Monate vor dem „Krypto-Winter“ stiegen digitale Vermögenswerte sprunghaft an – auf dem Papier. Washington ernannte kryptofreundliche Regulierungsbehörden, US-Präsident Donald Trump und seine Familie gründeten eigene Krypto-Unternehmen und die Wall Street war entschlossen, Kryptowährungen mithilfe immer neuer kryptobasierter Produkte zu einem Teil alltäglicher Anlageportfolios zu machen. Der Kongress verabschiedete den GENIUS Act, um den Weg für „Stablecoins“ im Jahr 2025 zu ebnen, und wird in Kürze mit der Debatte über den CLARITY Act beginnen, um digitale Vermögenswerte vollständig in gängige Finanzinstitute, Dienstleistungen und Produkte zu integrieren.

Dann nahmen die Banken am 31. Dezember 2025 auch noch einen beispiellosen Kredit in Höhe von 74,6 Milliarden Dollar aus der Repo-Fazilität der Federal Reserve auf – der größte Betrag seit 2020 während der Corona-Pandemie. Das Jahresende ist für Banken in der Regel kritisch, da sie dazu neigen, Liquidität zu halten und die Kreditvergabe zu beschränken. Trotzdem gab es im letzten Jahr keine Repo-Liquidität. Am 31. Dezember 2024 wurden die Repo-Geschäfte den Aufzeichnungen der Fed zufolge bei Null gehalten.

Quelle: eirna.de

Lesen Sie dazu: https://www.bueso.de/vier-gesetze

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