Der russische Präsident Wladimir Putin hat dazu aufgefordert, daß das sogenannte Nordkorea-Rezept benutzt werden sollte, um das Atomproblem mit Iran zu lösen, berichtet der staatliche russische Radiosender [i]RUVR[/i].
Der russiche Staatschef stellte seine Position zu diesem Thema wenige Stunden vor seinem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad klar. Die Vereinigten Staaten und Frankreich, wie inzwischen auch Deutschland, machen Druck für eine Verschärfung der Sanktionen gegen Iran und drohen mit Sanktionen auf bilateraler oder regionaler Ebene, sollte es keine entsprechende Resolution des UN Sicherheitsrates geben. Rußland und China sehen andererseits die Verschärfung von Sanktionen als unzeitgemäß und ineffizient an und machen ihrerseits Druck für die Fortsetzung des politischen Dialoges mit Teheran. Nach seinen Gesprächen mit Kanzlerin Merkel sagte Putin, daß mit Iran ähnlich wie mit Nordkorea umgegangen werden sollte.
Nordkorea hatte nicht nur Uranium angereichert, sondern auch tatsächlich einen Atomwaffentest durchgeführt. Trotzdem gelang es der internationalen Gemeinschaft, Pjöngjang zu überzeugen, sein Atomprogramm im Austausch für Hilfe bei der Energieerzeugung einzustellen und seine Anlagen zu demobilisieren.
Die Drohungen der USA, Waffengewalt gegen Nordkorea einzusetzen, haben sich als fruchtlos erwiesen. Derlei Methoden würden sich gegenüber dem Iran ebenfalls kaum als effizient herausstellen, sagte Putin. Die iranische Führung einschüchtern zu wollen, fügte er hinzu, sei Zeitverschwendung. "Sie fürchten sich nicht, glauben sie mir. Man sollte sich mit Geduld wappnen und nach einer Lösung suchen. Ohne einen Dialog mit der iranischen Bevölkerung und der iranischen Staatsführung wird das schwerlich möglich sein. Sollte es eine Chance geben, den direkten Kontakt aufrecht zu erhalten, dann sollten wir das tun, um gemeinsam - lassen sie mich das betonen - gemeinsam ein postitives Resultat zu erzielen."
In Teheran wird Putin die iranische Führung über seine Sicht informieren und wahrscheinlich klarstellen, daß es im Interesse Irans ist, die Sorge der Weltgemeinschaft über Teherans atomare Bestrebungen zu beschwichtigen und sein Atomprogramm transparent zu machen.
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