In einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung vom 23. Januar schreibt Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder: „Natürlich ist der Krieg in der Ukraine nicht zu respektieren, auch nicht zu relativieren. Er ist völkerrechtswidrig, eine Verletzung der Menschenrechte.“ Aber es gebe keine militärische Lösung, sondern es müßten alle diplomatischen Mittel eingesetzt werden, um den Krieg zu beenden.
„Ich bin aber auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind. Russland, das ist nicht das Land der Barbaren, sondern ein Land mit einer großen Kultur und vielfältigen historischen Verbindungen zu Deutschland,“ schreibt Schröder und fügt hinzu, es bleibe „die ,deutsche Schande‘, dass dieses Land in zwei Weltkriegen von deutschen Soldaten brutal überfallen wurde.“
Gegenwärtig werde zu viel von „Kriegstüchtigkeit“ gesprochen, aber Deutschland und Europa müßten vor allem „friedenstüchtig“ werden, so Schröder. „Deshalb halte ich weiterhin für richtig, was ich in meiner Zeit als Bundeskanzler vorangetrieben habe: die, wie sich gezeigt hat, sichere und verlässliche Lieferung von preiswerter Energie aus Russland… Wir brauchen derartige Formen der Kooperation mit Russland.“
Schröder warnte auch davor, dass die EU mit ihrem derzeitigen Kurs an internationaler Bedeutung verliere – auch weil Washington und Moskau ohne die EU über die Zukunft der Ukraine verhandle, „aber wir die Kosten des Krieges bezahlen sollen.“
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