030-8023455info@bueso.de

Seidenstraßenforum in Tiflis mit 2.300 Teilnehmern aus 70 Ländern

Es gibt eine Welt außerhalb der zusammenbrechenden Wirtschaft der Europäischen Union. In besseren Zeiten plante Georgien einmal den Beitritt zur EU, aber als die EU klarstellte, dass ein Land nur beitreten könne, wenn es seine Beziehungen zu Russland abbricht, entschied sich die Regierung des georgischen Premierministers Irakli Kobachidse für einen anderen Weg.

Am 22. Oktober eröffnete Kobachidse das 5. Tiflis-Seidenstraßenforum im georgischen Opern- und Balletttheater. Das Thema „Investieren in Konnektivität – Wachsen in Stabilität“ unterstreicht den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und politischer Stabilität – eine klare Antwort auf die anhaltenden Versuche der EU, in Georgien eine „Farbrevolution“ anzuzetteln.

Mehr als 2.300 Teilnehmer aus über 70 Ländern waren am 22. Oktober anwesend. Laut der Zeitung Georgien Heute soll das Forum „die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Asien und Europa stärken. Es bringt Regierungschefs, hochrangige Politiker, führende Wirtschaftsvertreter und Vertreter bedeutender internationaler Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Weltbank, der Asiatischen Entwicklungsbank und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Schwarzmeerraum zusammen.“

Angesichts der jüngsten regionalen Instabilitäten war es nicht unwichtig, dass in der Eröffnungssitzung der georgische Premierminister Irakli Kobachidse, dem armenische Premierminister Nikol Paschinjan und dem aserbaidschanischen Premierminister Ali Asadow einen hochrangigen Dialog führten. Außerdem finden sieben thematische Podiumsdiskussionen statt, in denen über das Investitionspotenzial und die grenzüberschreitende Infrastrukturentwicklung u.a. des Tiefseehafens Anaklia und von Unterwasserkabel-Projekten im Schwarzen Meer gesprochen wurde.

Bemerkenswert war auch eine hochrangige Delegation aus Katar unter Leitung des Verkehrsministers Scheich Mohammed bin Abdullah bin Mohammed Al-Thani. Laut der Zeitung Gulf Times ist Katar der Auffassung, dass „seine Teilnahme an dieser Veranstaltung sein Engagement für die Unterstützung der internationalen Bemühungen zur Verbesserung der globalen Konnektivität und des Austauschs von Fachwissen im Bereich Verkehr unterstreicht.“

Im Gegensatz dazu hatte die finnische Außenministerin Elina Valtonen letzte Woche ein Video von sich vor dem georgischen Parlament verbreitet, wo sie sich auf der Hauptstraße von Tiflis, der Rustaveli, einer regierungsfeindlichen Kundgebung anschloss. Ihr geplantes Treffen mit Kobachidse wurde daraufhin abgesagt und sie wurde mit einer Geldstrafe wegen „Blockierens der Straße“ belegt.

Quelle: eirna.de

Werden Sie aktiv!

Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität erhält ihre Finanzmittel weder durch staatliche Parteienfinanzierung noch von großen kommerziellen Geldgebern. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden,

deshalb brauchen wir Ihre Unterstützung!

JETZT UNTERSTÜTZEN