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Slowakei: neues Kernkraftwerk mit US-Technologie

Wie der Ostinsider Daily Newsletter am 16.1. berichtet, will der slowakische Premierminister Robert Fico bei einen Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Samstag in dessen Residenz Mar-a-Lago und in Washington ein Atomabkommen unterzeichnen, so die slowakische Regierung laut APA. Die Slowakei möchte in Zusammenarbeit mit den USA ein großes Kernkraftwerk bauen.

Die Anlage soll etwa 13-15 Mrd. Euro kosten und etwa 70 km von der österreichischen Grenze entstehen. „Wir wollen in Zusammenarbeit mit amerikanischen Partnern auf dem Gelände des bestehenden Atomkraftwerks in Jaslovské Bohunice einen neuen, riesigen Block errichten, der vollständig im staatlichen Eigentum stehen soll,“ erklärte Fico im Vorfeld. Das geplante Kraftwerk wird mit einer Kapazität von fast 1.200 MW mehr als das Doppelte der derzeitigen Atomkapazität des Landes haben. Fico wird auf seiner US-Reise von Wirtschaftsministerin Denisa Saková und Außenminister Juraj Blanár begleitet. Fico wird auch mit US-Energieminister Wright zusammentreffen. Das geplante Rahmenabkommen sieht auch Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen in Verbindung mit amerikanischen Technologien vor, was eine Voraussetzung für die Unterzeichnung des Vertrags mit Westinghouse über den Bau des Kernkraftwerks ist. Dies könnte im nächsten Jahr geschehen.

Es wurden keine anderen Länder als Partner für das Projekt in Betracht gezogen. Südkorea lehnte aus Kapazitätsgründen ab, und Frankreich verfügt nicht über den gewünschten Reaktortyp. Wie Fico sagte, hätte er es vorgezogen, Russland mit dem Bau zu betrauen, doch das „europäische Umfeld“ erlaube ihm dies nicht. Er wies darauf hin, dass die Slowakei über sechs Kernreaktoren russischer Bauart verfüge. Die Zusammenarbeit mit der russischen Seite „war immer sehr korrekt und sehr professionell“. Fico ist jedoch der Ansicht, dass die Welt „vor Hass auf die Russische Föderation verrückt geworden“ sei. 

Früher hätte es auch die Option gegeben, mit Deutschland, das über exzellente Expertise beim Kernkraftwerksbau verfügte,  zusammenzuarbeiten. Aber diese Zeiten sind dank grüner Zerstörungswut und der rückratlosen Haltung der deutschen Industrie und Politik längst Vergangenheit. Wenn Kanzler Merz bei einem Neujahrsempfang bei der IHk Halle nun zugibt, der deutsche Kernkraft-Ausstieg sei ein Fehler gewesen, kommt diese Erkenntnis reichlich spät.  Oder bestellen wir bald auch neue Kernkraftwerke aus den USA?

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