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So schafft China neue Märkte

Diese Woche unterzeichnete Nigeria einen Vertrag mit der chinesichen Baufirma CCEEC über 6,68 Mrd. $für den Bau des letzten wichtigen Teilabschnitts der Verbindung zwischen Lagos, der Wirtschaftshauptstadt des Landes, mit Kano, dem nördlichen Wirtschaftszentrum.

Dies ist nur das jüngste Beispiel dafür, wie China neue Märkte schafft und erschließt, die die Gesamtproduktivität und den zukünftigen Output von Nationen, vor allem in Asien und Afrika, steigern. 

Ein neuer Bericht des chinesischen Statistikamtes zeigt, daß der Warenhandel zwischen China und Ländern, die sich an der Gürtel- und Straßen-Initiative (BRI) beteiligen, rasch wächst. Insgesamt nahm der Handel mit diesen 71 Staaten 2017 um 13,4% zu, wie Xinhua am 7. Mai berichtete. Chinas Einfuhren stiegen damit auf umgerechnet 666 Mrd.$ (39% aller Importe), während die Ausfuhren 775 Mrd.$ betrugen.  Zum erstenmal nahmen Chinas Importe aus den 71 Ländern mit 20% deutlich schneller zu als die Exporte (+8,5%).

Besonders steil war der Anstieg bei den zentralasiatischen Ländern, gefolgt von Mittel- und Osteuropa. Den größten Anteil an Chinas Ausfuhren in die BRI-Länder machen mechanische und elektrische Produkte aus, und sie gehören neben den fossilen Brennstoffen auch zu den wichtigsten Einfuhren. Der überwiegende Teil des Handels entfiel auf chinesische Privatunternehmen.

Auch der Handel zwischen China und Rußland wächst stark. Wie der Sprecher des Handelsministeriums, Gao Feng, mitteilte, belief sich der
Warenaustausch von Januar bis April 2018 auf 31,2 Mrd.$, fast 30% mehr als im Vorjahreszeitraum. Auffällig ist die Ausweitung der Zusammenarbeit bei Investitionen, Luft- und Raumfahrt, Bauwirtschaft und Infrastruktur.