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Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: der Finanzkrach naht

Nach den neuesten Zahlen vom Jahresende ist die Bilanz der Europäischen Zentralbank (EZB) auf ca. 4,5 Bio.€ angewachsen, das entspricht 41,6% des BIP der Eurozone. Das ist das Resultat dessen, dass die Zentralbanken weiter Geld ins System pumpen, was die Blase bei Aktien, Anleihen, Immobilien massiv aufpumpt.

Wie die Börsenseite NASDAQ berichtet, geht die Forschungsabteilung des Bankhauses Morgan Stanley in einem Rundbrief vom 30.12. für 2018 von einem Finanzkrach, ausgelöst durch einen Absturz der Unternehmensanleihen, aus. „Das Forschungsteam nimmt jetzt eine sehr düstere Sicht der Kreditmärkte ein. Die Bank erklärt, Unternehmen hätten viel zuviel Schulden aufgenommen, besonders weil sie das Geld benutzten, um Aktien zurückzukaufen; und da Zinsen und Renditen wahrscheinlich steigen werden, könnte das viele in Bedrängnis bringen. Eine der Firmen, die sie als gefährdet einstufen, ist Apple. ,Die Märkte rechnen mit einer nahtlosen Abwicklung der quantitativen Erleichterung [Geldpumpen der Zentralbanken]. Wir nicht.’“ Die Bank erwarte, daß es Märkte für Papiere guter Bonität genauso treffen wird wie Ramschanleihen.

Die Bankenhistorikerin und ex-Investmentbankerin Nomi Prins warnte am 29.12. auf der Webseite Truthdig: „Bis 1.10. waren die Unternehmensschulden guter Bonität auf über 1 Bio.$ angewachsen - was das Tempo von 2016 noch um drei Wochen übertraf. Die Summe spekulativer (bzw. Ramsch-) Unternehmensschulden, die in den ersten drei Quartalen 2016 aufgenommen wurden, war 17% höher als im Vergleichszeitraum 2016. Insgesamt bedeutet das, daß die Ausgabe von US-Unternehmensanleihen auf ein neues Rekordjahr und das sechste Jahr steigender Aufnahme von Firmenschulden in Folge zuläuft.“ Sie betont, daß Firmen früher zumindest einen Teil solcher Schulden für Investitionen in reales Wachstum verwendet hätten, aber jetzt nur noch eigene Aktien zurückkauften und prognostiziert „ein prekäres Jahr mit mehr Blasen, die durch billiges Geld aufgebläht werden..." . Das Problem werde bei den Anleihen- oder Schuldenmärkten beginnen.

Angesichts dieser Gefahr ist es dringlich, daß endlich die strikte Glass-Steagall-Bankentrennung auf die Tagesordnung gesetzt wird - verbunden mit gezielter Kreditvergabe für den produktiven Sektor, so wie von Lyndon LaRouche in seinen Vier Gesetzen gefordert.