06131-237384info@bueso.de

Wer steckt hinter Agora? Die Spur des Geldes

Hier finden Sie das gesamte Dosssier: Stoppt den Wirtschaftskrieg gegen Deutschland! Die internationalen Netzwerke hinter Habeck, Graichen und Co. "

Lesen Sie dazu auch den neuesten Artikel  https://www.bueso.de/weckruf-verlieren-deutschland-brauchen-andere-politik

Ironischerweise war es US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der 1938 im Kampf gegen die global operierenden US-Kartelle Faschismus definierte als im Kern den „Besitz der Regierung durch ein Individuum, eine Gruppe oder irgendeine andere kontrollierende private Macht." Es gebe zwei einfache Wahrheiten über die Freiheit eines demokratischen Volkes. „Die erste dieser Wahrheiten ist, daß die Freiheit der Demokratie nicht sicher ist, wenn das Volk duldet, daß private Macht so weit um sich greift, bis sie stärker wird als der demokratische Staat selbst." „Die zweite Wahrheit besagt, daß die Freiheit einer Demokratie nicht sicher ist, wenn ihr Unternehmenssystem nicht Beschäftigung, Produktion und Verteilung von Gütern auf eine Art sicherstellt, die einen akzeptablen Lebensstandard aufrechterhält."

Der folgende zweiteilige Artikel von Dean Andromidas ist Teil des neuen Dossiers: „Stoppt den Wirtschaftskrieg gegen Deutschland! Die internationalen Netzwerke hinter Habeck, Graichen & Co."  In einer Art Neuauflage des berüchtigten Morgenthauplanes wird seit längerem die Demontage des Industriestandorts Deutschland vorangetrieben Deutschland hat und soll sich zu angeblichen „Klimaschutz-Maßnahmen“ verpflichten, die einen Fortbetrieb industrieller Produktion ausschließen. Aber diese Produktionskapazitäten bilden die wirtschaftliche Existenzgrundlage Deutschlands! Dies geht Hand in Hand mit einer agressiven geopolitischen Haltung gegen Russland und China.

Der Skandal um die Vetternwirtschaft des Staatssekretärs Patrick Graichens im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat zwar große Aufmerksamkeit erregt und die Entlassung Graichens erzwungen, aber es wäre falsch zu meinen, daß die Probleme damit behoben sind. Tatsächlich ist Graichens persönliches Beziehungsgeflecht im Ministerium und in der „AGORA“ nur die sprichwörtliche Spitze des Eisbergs. Hinter Graichens AGORA und ihrerTrägergesellschaft Smart Energy For Europe Platform gGmbH (SEFEP) steht ein internationales Netzwerk. Die „Spender-Stiftungen („endowments“) leiten ihre Mittel über ein Geflecht zwischengeschalteter kleinerer Stiftungen, wie die European Climate Foundation, die ClimateWorks Foundation und etliche andere, an allerlei Einrichtungen und Organisationen wie SEFEP bzw. AGORA, die mit Aktivitäten aller Art - von wissenschaftlichen Konferenzen über Straßenaktionen bis hin zum Volksentscheid „Berlin 2023 klimaneutral“ - Einfluß auf die Öffentlichkeit und auf die Regierungen nehmen sollen.

An der Spitze dieses Netzwerks, wie exemplarisch in dem Artikel beschreiben,  finden sich Stiftungen reicher amerikanischer Unternehmerfamilien - wie den Pews, den Rockefellers, den Hewletts, den Packards, Gates und Bloomberg -, die oft schon seit Jahrzehnten eine malthusianische, menschen- und entwicklungsfeindliche Ideologie vertreten haben, beispielsweise durch die Finanzierung von Publikationen wie Paul Ehrlichs Die Bevölkerungsbombe und dem Machwerk Die Grenzen des Wachstums des Club of Rome. Von denselben Kreisen wurden auch die sogenannten Bevölkerungskonferenzen initiiert, in denen Entvölkerungsprogramme für die unterentwickelten Länder propagiert wurden.  Mehr zum „grünen" Spekulationscasino der City of London und Wall Street und andere wichtige Hintergründe finden Sie im jeweils aktualisierten BüSo-Blog hier.

Helfen Sie bitte mit, das Dossier zu verbreiten. Wir müssen uns unsere Demokratie und unsere Zukunft zurückerobern!

 

Wer steckt hinter Agora? Die Spur des Geldes

Die Agora Energiewende operiert hauptsächlich über die Smart Energy for Europe Platform gGmbh (SEFEP). Offiziellen Angaben zufolge haben sie im Jahr 2022 insgesamt 19.494.137 Euro aus privaten und staatlichen Quellen aufgebracht.

Aus staatlichen Quellen stammten 3.169.429 Euro. Mit Ausnahme von 90.000 Euro vom österreichischen Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Innovation und Technologie und 8.500 Euro vom Land Berlin stammt der Rest von verschiedenen deutschen Bundesministerien.

Auf private Spender entfallen 15.824.708 Euro, von denen nicht weniger als 12.212.974 Euro von amerikanischen Stiftungen stammen. Von den 17 privaten Spendern stammen sieben aus den USA. Die einzigen anderen privaten ausländischen Spender waren das University of Cambridge Institute for Sustainability Leadership mit Sitz im Vereinigten Königreich, das 72.463 Euro spendete, und die European Climate Foundation in Den Haag, die 1.504.270 Euro spendete.

Daraus lassen sich zwei Schlüsse ziehen: Entweder ist die Organisation nicht in der Lage, in Deutschland und Europa ausreichende Mittel zu beschaffen, weil die Geldgeber dazu nicht bereit sind - oder sie ist eine Fassade für amerikanische Privatstiftungen, deren Ziele den nationalen Interessen Deutschlands und seiner Bevölkerung widersprechen.

Festzustellen ist, daß es bei der Gründung des SEFEP im Jahr 2019 nur drei private Geldgeber gab: die Stiftung Mercator (1.912.000 Euro), die European Climate Foundation (697.642 Euro) und das amerikanische Aspen Global Change Institute (2.350.815 Euro). Es sei darauf hingewiesen, daß die Stiftung Mercator im Jahr 2022 nur 500.000 Euro spendete, das Aspen Global Change Institute hingegen nicht weniger als 4.710.658 Euro. Weitere US-Stiftungen haben im Jahr 2020 weitere Millionenbeträge zur Verfügung gestellt.

Unser Bericht liefert kurze Zusammenfassungen zu den verschiedenen US-Stiftungen, die an der Finanzierung von SEFEP beteiligt sind. Einleitend läßt sich feststellen, daß die Finanzierung dieser Stiftungen in erster Linie von der amerikanischen Finanzoligarchie stammt, insbesondere von Hedgefonds, die nur Kreaturen der alten Finanzoligarchie und der neuen IT-Oligarchie des berüchtigten Silicon Valley sind.

Man kann noch einen weiteren Aspekt beobachten: Dieselben Kreise investieren Milliarden von Dollar und Euro, um ein gut bezahltes Heer von Fußsoldaten zu schaffen, die für ihre malthusianische Politik werben. Wir sprechen hier von Hunderttausenden, wenn nicht Millionen gut bezahlten Kadern.

Die Stiftungen, die Agora finanzieren, sind praktisch „Durchgangs“-Stiftungen („pass throughs“), die zu speziellen Zwecken von den viel größeren Schenkungs-Stiftungen („endowments“) wie denen von Bill Gates, der Hewlett- und Packard-Familie und nicht zuletzt den zahlreichen Stiftungen der Familie Rockefeller finanziert werden. Dabei handelt es sich um ältere Stiftungen, die schon lange bevor vom Klimawandel die Rede war, eine explizit malthusianische Politik, einschließlich Eugenik und insbesondere Bevölkerungskontrolle, gefördert haben. Diese Stiftungen gründen koordiniert die Durchgangs- und Aktivistenstiftungen, die für sie die Drecksarbeit erledigen. Diese Aktivisten-Stiftungen arbeiten pausenlos daran, verschiedene Organisationen zu gründen und/oder zu finanzieren. Es wurde nachgewiesen, daß einige dieser Stiftungen sogar gefälschte Organisationen und Webseiten gegründet haben, um ihre Ziele zu erreichen. Einigen der Stiftungen wird vorgeworfen, „schmutziges Geld“ zu verwenden, weil ihre Geldquellen versteckt sind. Da Spenden an gemeinnützige Organisationen steuerlich absetzbar sind, wird einigen Steuerhinterziehung vorgeworfen (siehe Liste).

Die zwei Gesichter von Hal Harvey alias Thomas H. Harvey

In Bezug auf Agora ist das Schlüsselglied in der Geldkette zwischen den USA und Agora der Amerikaner Hal Harvey, der als Stellvertretender Vorsitzender von Agora aufgeführt ist. In den deutschen Medien wurde er als Geldgeber, ja sogar als „reicher amerikanischer“ Mäzen von Agora berüchtigt. Er mag vielleicht als „Millionär“ gelten, ist aber sicher kein Milliardär. Doch er ist eindeutig der Mann, der dafür gesorgt hat, daß die amerikanischen Stiftungen Agora unterstützen, und er ist sicherlich politisch hochmotiviert, die deutsche Wirtschaftspolitik im Sinne der selbstmörderischen Klimaschutz-Agenda umzukrempeln.

In Deutschland und den weltweiten Umweltorganisationen und -stiftungen als „Hal Harvey“ bekannt, kennt man ihn in der Geschäftswelt auch als „Thomas H. Harvey“. Er ist geschäftsführender Gesellschafter profitabler Umweltberatungsunternehmen, die Kunden dazu beraten, wie sie die „Klimaschutzmaßnahmen“, für die die von ihm unterstützten Stiftungen und Organisationen werben, umsetzen sollen. Dazu gehören Energy Innovations LLC und Energy Innovation: Policy & Technology LLC, deren Vorstandsvorsitzender er ist, und Ajax LLC, dessen geschäftsführender Gesellschafter und Haupteigentümer er ist. Er war früher Vorsitzender der Bankholding MB Financial und ist derzeit unabhängiges Verwaltungsratsmitglied der Firth Third Bank, seitdem diese mit ihr fusionierte. Er war auch Direktor der Unternehmensgruppe American Energy Innovation Council, der CEOs und Führungsleute von Unternehmen wie Lockheed Martin, Shell Oil und Prudential Insurance angehören. In der Politik war Harvey Mitglied in Umweltkommissionen der Regierung, sowohl unter Präsident Clinton als auch unter Präsident George W. Bush. Früher war er Direktor des Bipartisan Policy Center, dem führende Politiker der Demokraten und Republikaner angehören.1

Inzwischen hat „Hal Harvey“ beste Verbindungen zu einigen der finanzstärksten Stiftungen in den Vereinigten Staaten. Die Medien stellen Harvey als eine Art klimapolitisches Genie dar, das im Alleingang Stiftungen organisiert, die sich dem Klimaschutz verschreiben, und gleichzeitig knausrige reiche Stiftungen überzeugt, das Geld dafür zu spenden. In Wirklichkeit ist es genau anders herum: Von Anfang an waren es einige abgebrühte, sehr reiche und mächtige Stiftungen, die Harvey aus der Versenkung holten, um diese Stiftungen für ihre Zwecke zu organisieren.

Der 1961 geborene Harvey erwarb seinen Bachelor of Science und Master of Science in Ingenieurwissenschaften an der Stanford University und spezialisierte sich auf Energieplanung. Seine einzige bemerkenswerte Leistung in seiner frühen Karriere bestand darin, seinen alten Ford Escort zu einem Elektroauto umzubauen.

Es wird so dargestellt, daß er 1991 die Energy Foundation gründete, als eine der ersten Klimaschutz-Organisationen, die durch Beeinflussung der Regierungspolitik eine Emissionsreduzierung erreichen will, und daß er drei mächtige, mit Milliardenschenkungen superreicher US-Familien ausgestattete Stiftungen für die Finanzierung gewinnen konnte. Diese waren die Pew Foundation, die ihr Milliardenvermögen von der Familie des Gründers der Sun Oil Company, Joseph Pew, erhielt, die Rockefeller Foundation, die man nicht näher vorstellen muß, und die John D. und Catherine T. MacArthur Foundation, die ihr Milliardenvermögen aus dem Versicherungs- und Immobilienimperium des verstorbenen John D. MacArthur, einem der ersten Milliardäre der Vereinigten Staaten, bezog.

Die wahre Geschichte der Gründung der Energy Foundation und später der Energy Foundation of China (einem Geldgeber von Agora) ist die, daß die MacArthur-Stiftung 1989 eine „Durchgangsstiftung“ gründen wollte, um Gruppen zu finanzieren, die Druck auf die Energiepolitik der Regierungen machen, eine „neue Energiewirtschaft“ aufzubauen. In Zusammenarbeit mit den Rockefeller- und Pew-Stiftungen wurde Harvey, ein damals dreißigjähriger Energieplaner, als Leiter einer Expertengruppe angeheuert, die die Idee für die Gründung der Energy Foundation entwickelte, die dann mit 20 Millionen Dollar an Zuschüssen finanziert wurde. Harvey wurde zum Präsidenten ernannt und hatte diese Position bis 2001 inne. Die Stiftung beschrieb ihr Ziel als Aufbau einer „neuen Energiewirtschaft“.

Die Energy Foundation wurde bald zu einer Durchgangsstation für weitere große, wohlhabende Stiftungen, darunter die William and Flora Hewlett Foundation, deren Reichtum aus einer 11-Milliarden-Dollar-Stiftung der Familie des Mitbegründers des Megakonzerns Hewlett Packard stammt. Diese Beziehung zu Hewlett ermöglichte Harvey 2001 zweifellos den Wechsel zur Hewlett Foundation als Leiter ihres Umweltprogramms.

2007 beschlossen Hewlett und fünf weitere Stiftungen, darunter die Packard Foundation, die Energy Foundation, die Doris Duke Charitable Foundation, die Joyce Foundation und die Oak Foundation, eine Strategie zur Finanzierung von „Durchgangsstiftungen“ zu entwerfen, die darauf drängen, Treibhausgase massiv zu reduzieren und eine kohlenstoffreie Wirtschaft zu schaffen. Sie gaben einen Bericht in Auftrag, der zu ihrer Blaupause für eine massive Erhöhung der Finanzmittel für Organisationen in den USA, Europa, China und Indien wurde. Der Bericht mit dem Titel Design to Win: Philanthropy's Role in the Fight Against Global Warming („Gewinn-Plan: die Rolle der Philanthropie im Kampf gegen die globale Erwärmung“) forderte eine Aufstockung der Mittel für solche Organisationen von damals 210 Millionen auf 600 Millionen Dollar. In dem Bericht werden die zu fördernden Bereiche definiert. Ganz oben auf der Liste steht „König Kohle absetzen“. Und wie? Sie schreiben:

„Alternativen, wie Wind- und Solarenergie, fördern. Die Philanthropie kann den Übergang zu einer emissionsfreien Stromerzeugung unterstützen - auch ohne die polarisierende Option der Kernenergie in Betracht zu ziehen -, indem sie Koalitionen gegen neue Kohlekraftwerke aufbaut und eine Reform der Energieversorgung fördert, die den Kauf von erneuerbaren Energien und eine Steigerung der Effizienz vorschreibt. Die veralteten Übertragungsnetze müssen modernisiert und auf ,intelligente Netze‘ umgestellt werden, damit sie Strom aus dezentralen erneuerbaren Quellen aufnehmen können. Wind, Sonne und andere emissionsfreie Energiequellen stehen bereits ganz oben auf der Agenda der Politiker und ziehen große Summen an privatem Kapital an, aber die Philanthropie kann immer noch eine entscheidende Rolle bei der Förderung dieser Technologien spielen, damit sie noch breiter und schneller angenommen werden.“

Wesentlich für diese Aufgabe seien Emissionshandelsprogramme, die Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden und insbesondere die Förderung von CCS (Carbon Capture and Storage, Kohlenstoffabscheidung und -speicherung).2

Auf der Grundlage des Berichts beschlossen diese Stiftungen 2008 die Gründung der ClimateWorks Foundation, und Harvey, der Hewlett im Finanzierungsausschuß des Berichts vertreten hatte, wurde zu ihrem ersten Präsidenten ernannt. Die Geldgeber nahmen die Forderung des Berichts nach einer massiven Aufstockung der Klimaschutzmittel offenbar sehr ernst, sie stellten der neuen Stiftung nicht weniger als 410 Millionen Dollar zur Verfügung - für eine Durchgangsstiftung ein enormer Betrag.

Harvey verließ ClimateWorks 2011, um in die „Privatwirtschaft“ zu gehen und die oben erwähnten Beratungsunternehmen zu gründen, er verdiente damit an der Beratung von Unternehmen und Organisationen bei der Einhaltung der Gesetze und Vorschriften, an deren Schaffung er selbst beteiligt war.

De-Industrialisierung Europas: Die Wahrheit hinter Harveys Vorstoß nach Europa

Der zitierte Bericht Design to Win bezog sich nicht nur auf die Vereinigten Staaten, sondern rief zu einer internationalen Finanzierungskampagne auf. Im selben Jahr, in dem ClimateWorks gegründet wurde, also 2008, finanzierte dieselbe Gruppe von Stiftungen, die den Bericht bezahlt hatte, die Gründung der European Climate Foundation (ECF). Die ECF mit Sitz in Den Haag ist die wichtigste Organisation, die Klimaschutzkampagnen in ganz Europa finanziert und koordiniert. Sie ist praktisch eine Schwesterstiftung von ClimateWorks, in ihrem Kuratorium sitzt Caio Koch-Weser, ehemaliger hoher deutscher Finanzbeamter, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bank und jetzt Beiratsvorsitzender der ECF.

Die ECF hat die gleichen Geldgeber, wie die William and Flora Hewlett Foundation, die David and Lucile Packard Foundation, die Oak Foundation, die Rockefeller Brother's Foundation und Bloomberg Philanthropies. Weitere amerikanische Stiftungen sind der Children's Investment Fund, die von der Rockefeller-Familie unterstützte Growald Foundation, die IKEA Foundation und die Grantham Foundation for the Protection of the Environment. Die massive Rolle der ECF in der Klimapolitik wurde bereits an anderer Stelle ausführlich behandelt.

Das ist der Hintergrund für den Einsatz von Hal Harvey (alias Thomas H. Harvey) in Europa. Er ist nicht nur eine Art „Klima-Carpetbagger“,3 er wird in Europa und insbesondere in Deutschland als Vertreter der genannten milliardenschweren Stiftungen eingesetzt, die einige der mächtigsten wirtschaftlichen und politischen Interessen in den Vereinigten Staaten vertreten.

Es ist keine Überraschung, daß Harvey im Aufsichtsrat von Agora sitzt, er wird dort als CEO seiner privaten Beratungsfirma Energy Innovation: Policy and Technology LLC aufgeführt und gilt auch als einer der Gründer. Tatsächlich kontrolliert Agora mit seinen Alumni nun die gesamte Energie- und Umweltpolitik der deutschen Regierung. Sie entspricht damit genau dem Profil einer strategischen Organisation, die der Design to Win-Bericht als wichtige Finanzierungsziele empfiehlt.

Vor Agora war Harvey als Direktor des Umweltprogramms der Hewlett-Stiftung und später als Präsident von ClimateWorks an der Gründung der European Climate Foundation beteiligt und sorgte für deren Finanzierung durch die US-Megastiftungen.

2020 gründete und finanzierte Harvey als Leiter der amerikanischen Climate Imperative Foundation die Berliner Stiftung Klimaneutralität, in deren Beirat er zusammen mit deren Mitbegründer Prof. Bernhard Lorentz sitzt. Lorentz ist ein weiteres großes Rad in der deutschen Klimalobby, da er zu den Gründern von Agora Energiewende und dem Mercator Research Institute gehört und als Managing Partner Climate Strategy bei Deloitte das Portfolio für den globalen Klimawandel leitet.

Geschäftsführer der Stiftung ist Rainer Baake, ein führendes Mitglied der Grünen und ehemaliger Regierungsbeamter, der Gründungsdirektor von Agora Energiewende (2012-14) und Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (2006-11) war. Co-Direktorin ist eine weitere grüne Spitzenpolitikerin, Regine Günther, ehemalige Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klima des Landes Berlin und frühere politische Direktorin des WWF Deutschland. Bei all diesen grünen Politikern auf Harveys Gehaltsliste muß man sich fragen, wem die Grüne Partei eigentlich gehört.

Anmerkungen:
1. https://www.marketscreener.com/business-leaders/Thomas-Harvey-003G9L-E/b...
2. https://search.issuelab.org/resource/design-to-win-philanthropy-s-role-i...
3. Carpetbagger, zu Deutsch etwa Teppichtaschenträger, war ein abschätziger Ausdruck für Nordstaatler, die nach dem Sezessionskrieg in den unterlegenen Süden kamen. Viele Südstaatler warfen ihnen niedere Beweggründe vor, nämlich sich als Profiteure der Niederlage der Südstaaten an der Bevölkerung und Wirtschaft des Südens bereichern zu wollen.

Die Stiftungen hinter der Agora

Es folgen kurze Zusammenfassungen einer Liste beteiligter Stiftungen. Die erste Kategorie sind die Schenkungs-Stiftungen („endowments“), die eigentlichen Finanziers der Klimapolitik, Stiftungen der Superreichen. Sie stecken Hunderte von Millionen Dollar in die die Stiftungen der zweiten Kategorie der Durchgangsstiftungen („pass throughs“), die mit dem Geld dann die Aktivitäten von Einrichtungen wie AGORA finanzieren.

„Endowment“-Stiftungen

- William and Flora Hewlett Foundation: Sie ist die Stiftung des Mitbegründers des Hewlett-Packard-Unternehmensimperiums und ein großer Geldgeber für Umweltbelange. Mit einem Vermögen von 14,9 Milliarden Dollar im Jahr 2021 vergab sie 526 Millionen Dollar an Zuschüssen. William Hewlett war ebenso wie sein Partner David Packard ein Malthusianer mit einer Obsession auf Bevölkerungskontrolle. Der erste Zuschuß der Stiftung ging 1967 an ein Bevölkerungskontrollprogramm, und derzeit unterhält sie ein 100 Millionen Dollar schweres Bevölkerungsprogramm. Eine der von Hewlett finanzierten Organisationen ist die 1968 gegründete Population Connection, die bis 2002 unter dem Namen „Zero Population Growth“ (Bevölkerungs-Nullwachstum) bekannt war - aus dem einfachen Grund, daß ihr Gründer der berüchtigte Paul Ehrlich war, der mit seinem Buch Die Bevölkerungsbombe den Weg für Zero Population Growth bereitete. William Hewlett war ein treues Mitglied und Top-Finanzier des Sierra Club, der Ehrlichs Buch in Auftrag gab und als Handbuch veröffentlichte, um im US-Präsidentschaftswahlkampf 1968 die Idee zu verbreiten, Bevölkerungswachstum sei die Hauptursache für die Umweltzerstörung.

- David and Lucile Packard Foundation: Sie wurde 1964 vom Mitbegründer von Hewlett Packard, dem inzwischen verstorbenen David Packard gegründet und verfügt über ein Vermögen von 10 Milliarden Dollar. Er erklärte, daß diese Stiftung hauptsächlich der Bevölkerungskontrolle, besonders in der Dritten Welt, dienen sollte. Ein unveröffentlichter Brief Packards wird zitiert, ein jährlicher Bevölkerungszuwachs von zwei Prozent „würde das totale Chaos für die Menschheit bedeuten... Die höchste Priorität unserer Stiftung muß es sein, alles zu tun, um das weltweite Bevölkerungswachstum“ unter zwei Prozent zu bringen.1

Als überzeugter Republikaner diente er als stellvertretender Verteidigungsminister in der Nixon-Regierung und war ein enger Berater und Unterstützer von Präsident Gerald Ford. Für Packard ging Umweltschutz Hand in Hand mit Bevölkerungskontrolle, und auch heute noch liegt der Schwerpunkt der Stiftung auf Bevölkerungskontrolle und Umweltschutz, insbesondere Klimaschutz.

Die Leidenschaft der Stiftung für ein Null-Bevölkerungswachstum ist mit Packards Tod keineswegs erloschen. 1996 übernahm seine Tochter Susan Packard Orr den Vorsitz und erklärte 1997 gegenüber dem Stanford Business Magazine: „Wenn man sich wirklich Sorgen um die Zukunft der Menschheit macht, dann läuft es darauf hinaus, daß es zu viele Menschen gibt. Wir scheuen uns nicht, auf die Bedeutung der Familienplanung hinzuweisen.“2

- Rockefeller Brothers Fund: Er wurde 1940 als Stiftung der fünf Brüder der Rockefeller-Familie in dritter Generation gegründet und ist einer von mehreren Fonds, die einen der ältesten amerikanischen „Fondi“ bilden. Der Fonds war schon ein Pionier der malthusianischen Politik, als ihr Vater noch die Eugenik-Bewegung finanzierte. 1952 veranstaltete die Stiftung die Konferenz über Bevölkerungsprobleme in Williamsburg/Virginia, kurz nachdem John D. Rockefeller III. mit einem damals riesigen Zuschuß von einer Million Dollar im ersten Jahr den Population Council gegründet hatte und selbst der erste Vorsitzende wurde. Seitdem hat der Fonds Zig-Millionen für Bevölkerungsprogramme bereitgestellt. Die vierte Generation der Rockefellers, wie David Jr., seine Schwester Eileen und John D. IV., sind in ihre Fußstapfen getreten und haben alle Beteiligungen der Stiftung an fossilen Brennstoffen aufgelöst.

Als hochpolitische Familie haben sie sowohl demokratischen als auch republikanischen Politikern Millionen gespendet. David Sr. spendete vor fast einem halben Jahrhundert Millionen für die Wahl von Präsident Jimmy Carter, David und die anderen taten später dasselbe für Barack Obama.

- John D. and Catherine T. MacArthur Foundation: Die Stiftung mit Sitz in Chicago verfügt über ein Vermögen von 7 Milliarden Dollar, das aus dem Lebensversicherungs- und Immobilienimperium des verstorbenen John D. MacArthur stammt, und ist eine der größten Stiftungen in den Vereinigten Staaten. Neben ihrer zentralen Rolle bei der Gründung und Finanzierung der schon erwähnten Energy Foundation und ClimateWorks verfügt sie über ein umfangreiches Portfolio von Umweltorganisationen, die sie unterstützt, darunter den Enviromental Defense Fund. Ein Großteil der Stiftungsgründungen erfolgt über Durchgangsstiftungen.

- Oak Foundation: Die Stiftung mit Sitz in Genf basiert auf dem Vermögen des britischen Geschäftsmanns Alan Parker, der als drittgrößter Anteilseigner des Hongkonger Luxus-Duty-Free-Händlers DFS Group und durch spätere Investitionen in Hedgefonds zum Milliardär wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Genf in der Schweiz, der Firmensitz ist jedoch in der britischen Dependenz und Steueroase Jersey auf den Kanalinseln registriert. Das 1983 gegründete Unternehmen ist weltweit tätig und verfügt über Niederlassungen im Vereinigten Königreich, in Dänemark, Bulgarien, Indien, Simbabwe und Tansania. Wie erwähnt spielte die Stiftung eine entscheidende Rolle beim Design to Win-Bericht und bei der Gründung von ClimateWorks und der European Climate Foundation. Sie finanziert ein umfangreiches Portfolio von Umweltorganisationen.

- Bloomberg Philanthropies: Die Stiftung von Michael Bloomberg mit Einnahmen von 1,6 Milliarden Dollar und einem Vermögen von 11,1 Milliarden Dollar im Jahr 2020. Zu den Vorstandsmitgliedern gehören der ehemalige Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, jetzt UN-Sonderbeauftragter für Klimapolitik und Finanzen sowie Vorsitzender und Leiter von Transition Investing, und Henry „Hank“ M. Paulson, Jr., Vorsitzender von The Paulson Institute, der zuvor US-Finanzminister und Vorstandschef von Goldman Sachs war.

Wie bereits erwähnt, finanzieren sie sowohl ClimateWorks als auch die ECF. Antha Williams, Leiterin des Klima- und Umweltprogramms bei Bloomberg Philanthropies, sitzt sogar im Aufsichtsrat des ECF. Als ehemaliger Bürgermeister von New York City, Hoffnungsträger für die Präsidentschaftswahlen und großer Feind von Donald Trump hat Bloomberg sehr starke politische Motive.

- Grantham Foundation for the Protection of the Environment: Die Stiftung mit Sitz in Boston ist die Stiftung des milliardenschweren Vermögensverwalters Jeremy Grantham, Mitbegründer und Vorsitzender der Investmentmanagementfirma GMO, LLC. Mit einem Vermögen von über 388 Millionen Dollar und Einnahmen von 56 Millionen Dollar widmet sie sich ausschließlich Klimaschutz und Umwelt. Der britische Staatsbürger Grantham wurde 2016 zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt und erhielt 2017 die Carnegie Medal for Philanthropy, beides für sein Engagement in Sachen Klimaschutz.

Als leidenschaftlicher Befürworter der Bevölkerungskontrolle vergleicht sich Grantham mit Thomas Malthus, er sagte in einem Interview mit der Financial Times: „X markiert den Ort, an dem Malthus sein entscheidendes Werk schrieb. Y markiert meinen Eintritt in die Welt. Was für ein Bevölkerungsanstieg hat sich seither ereignet! Ein derartiges Wachstum kann mit endlichen Ressourcen nicht fortgesetzt werden.“ Er ist ein wenig fortschrittlicher als das britische Königshaus, denn er ist der Meinung, daß die Weltbevölkerung maximal 10 Milliarden sein sollte.3

„Durchgangsstiftungen“ zur Unterstützung von Agora

- Climate Imperative Foundation: Die Climate Imperative Foundation (CIF) in San Francisco ist mit 5.929.782 Euro im Jahr 2022 der größte Investor in SEFEP. Sie begann mit Spenden im Jahr 2020 (1.691.445 Euro) sowie 2021 (2.394.558 Euro). Es geht nicht nur um Geld, der Präsident der CIF ist Hal Harvey persönlich, dessen private Beratungsfirma Energy Innovation: Policy and Technology LLC Berichten zufolge die CIF verwaltet.

Woher kommt das Geld der CIF? Im Jahr 2021 erhielt sie 20.000.000 Dollar von der Silicon Valley Community Foundation, die über 11 Milliarden Dollar an Vermögenswerten aus dieser „Gemeinschaft“ verfügt, darunter elf Milliardäre, u.a. die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Dustin Moskovitz. Ein weiterer wichtiger Geldgeber ist Lukas Walton, ein Erbe von Walmart, der dem CIF 2022 eine Spende in Höhe von 20.000.000 Dollar über einen Zeitraum von fünf Jahren zugesagt hat. Sam Walton, Bruder von Lukas Walton, war einst Mitglied des CIF-Vorstands. Die Tatsache, daß Laurene Powell Jobs (Witwe des Apple-Gründers Steve Jobs) ebenfalls Mitglied des Vorstands war, weist auf eine weitere wichtige Finanzierungsquelle hin.

Es gibt eine Stelle, wo Harvey höchstwahrscheinlich nicht beliebt ist, und das ist Volkswagen. Laut Focus.de war Harvey in den VW-Dieselskandal von 2015 verwickelt, der von ihm mitbegründete International Council on Clean Transportation (ICCT) soll die Abgasmanipulationen bei VW-Dieselfahrzeugen aufgedeckt haben.4

- Aspen Global Change Institute (AGCI): Das AGCI stellte Agora 2.350.815 € im Jahr 2019 zur Verfügung, 1.147.178 € im Jahr 2020, 4.911.559 € im Jahr 2021 und 4.710.658 € im Jahr 2023. Es wurde 1989 mit finanzieller Unterstützung der NASA gegründet, „um das interdisziplinäre Verständnis der globalen Umweltveränderungen und der Erdsystemwissenschaft zu fördern“. Heute ist es eine der wichtigsten Organisationen zur Förderung der Klimapolitik durch interdisziplinäre Workshops und direkte Finanzierung von Organisationen. Es versammelt die sogenannte Crux Alliance, eine globale Gruppe von Nichtregierungsorganisationen, 2019 erhielt die Allianz 11.234.420 $.

Harvey ist in Aspen, Colorado, aufgewachsen und ist bei dem Institut gut bekannt, da er eine seiner Arbeitsgruppen zum Thema Energie geleitet hat.

Die Einnahmen des Instituts belaufen sich auf durchschnittlich über 100 Millionen Dollar im Jahr, es wird von öffentlichen wie privaten Einrichtungen finanziert. Neben der NASA stammen die Mittel von US-Bundesbehörden wie der National Science Foundation, der National Oceanic and Atmospheric Administration, dem Bureau of Reclamation, dem US-Energieministerium, dem US-Landwirtschaftsministerium und anderen Bundesorganisationen.
Zu den privaten Gelgebern gehört die Hewlett Foundation. Außerdem gibt es die Heising Simons Foundation, die ausschließlich Organisationen und Interessengruppen zum Klimaschutz finanziert. Ihr Mitbegründer und Vorstandsmitglied Mark Heising ist auch Vorsitzender des Environmental Defense Fund. Ein Großteil des Geldes stammt jedoch von der Familie seiner Frau Liz Simons, die auch Mitbegründerin des Instituts ist. Die Stiftung bezeichnet sie als „Pädagogin“ und erwähnt zwar, daß Mark die Vermögensverwaltungsfirma Medley Partners leitet, verschweigt aber, daß Medley das Vermögen von Liz' Vater, dem milliardenschweren Hedgefondsbetreiber James Simons, verwaltet. Simons ist Mathematiker und nutzte seine mathematischen Fähigkeiten, um zum „erfolgreichsten Hedgefondsmanager aller Zeiten“ zu werden. Er begann seine Karriere als Codeknacker für die National Security Agency und leitete dann die Mathematikabteilung der Stonybrook University. Er verließ die akademische Welt, um Renaissance Technologies zu gründen, einen sogenannten quantitativen Hedgefonds, und verfügt heute über ein persönliches Vermögen von 27,4 Milliarden Dollar.5

Er ist einer der größten Geldgeber der Demokratischen Partei und spendet Millionen an deren politische Aktionskomitees. Nichtsdestotrotz spendete er auch 25.000 Dollar an die Kampagne des republikanischen Senators Lindsey Graham.

- Sequoia Climate Foundation: Diese ziemlich geheimniskrämerische Stiftung mit Sitz in Irvine, Kalifornien, hat Agora 710.704 Euro gespendet. Die Präsidentin von Sequoia, Christie Ulman, sitzt im Aufsichtsrat der European Climate Foundation, da ihre Stiftung der ECF stolze 28 Millionen Dollar gespendet hat. Ulman hatte zuvor mehrere Positionen im Bereich der Energiepolitik in der Obama-Regierung inne und war auch für die Children's Investment Fund Foundation tätig. Die erst 2022 gegründete Sequoia-Stiftung hat allein 2022 nicht weniger als 180 Millionen Dollar an Zuschüssen für Klima-Organisationen vergeben. Auf ihrer Website ist nicht einmal ihre Adresse angegeben, geschweige denn, woher ihr Geld stammt. Recherchen ergaben jedoch, daß der Vorstandsvorsitzende laut Steuerunterlagen C. Frederick Taylor ist, Mitbegründer und Partner des milliardenschweren Hedgefonds TGS Management. Sequoia ist Berichten zufolge ein Ableger des Wellspring Philanthropic Fund, der von Taylor und seinen beiden Partnern bei TGS gegründet wurde. Mit einem Vermögen von 13 Milliarden Dollar ist Wellspring eine der größten Stiftungen in den Vereinigten Staaten und vergibt jährlich Zuschüsse von über 300 Millionen Dollar. Über das Budget von Sequoia, das nicht veröffentlicht wird, liegen keine Zahlen vor, aber die Stiftung hat sich zu einem der größten Geldgeber für den Klimawandel entwickelt.

Vor kurzem hat das Innenministerium der indischen Regierung Sequoia auf seine Beobachtungsliste für ausländische Stiftungen gesetzt. Der genaue Grund wurde nicht bekanntgegeben, doch werden ausländische Organisationen auf diese Liste gesetzt, wenn der Verdacht besteht, daß sie sich in die indische Politik einmischen.6

- Breakthrough Energy Stiftung: Mit Sitz in Washington State, der Heimat von Microsoft, hat sie Agora in den letzten beiden Jahren jeweils 272.500 Euro zur Verfügung gestellt. Sie wurde von Bill Gates initiiert und eine ganze Reihe von Milliardären aus aller Welt ist an ihr beteiligt, darunter Aditya Mittal, Gründer des Stahlunternehmens ArcelorMittal, Chris Hohn vom Children's Investment Fund, David Rubenstein von der Carlyle Group, Jack Ma von der Alibaba Group, Jeff Bezos von Amazon, Michael Bloomberg von Bloomberg LP und andere. Mit einem Vermögen von 254 Millionen Dollar, was für diese Leute Kleingeld ist, hat sie 59,8 Millionen Dollar an Zuschüssen vergeben.

- Energy Foundation China: Sie hat Agora in den letzten zwei Jahren 113.025 und 14.186 Dollar zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich nicht um eine chinesische Organisation, sondern um einen Ableger der oben erwähnten Energy Foundation, deren erster Präsident Harvey war, als er bei der Hewlett Foundation beschäftigt war. Mit Büros in San Francisco und Peking zielt sie darauf ab, Chinas Energiepolitik zu „transformieren“. Ihre Geldgeber sind die gleichen wie die der Energy Foundation, darunter die Hewlett und Packard Foundations, die Climate Imperative Foundation, die Children's Investment Fund Foundation, die Sequoia Climate Foundation, die ClimateWorks Foundation, die Oak Foundation, die John D. and Catherine T. MacArthur Foundation, der Growald Climate Fund und der Rockefeller Brothers Fund. Sie ist eine „Durchgangsstiftung“ für ihre Geldgeber und verfügt über ein Vermögen von 75 Millionen Dollar und vergibt 40 Millionen Dollar.

- Growald Climate Fund hat Agora in den letzten zwei Jahren 67.404,13 und 89.314,08 Euro zur Verfügung gestellt. Der Growald Family Fund wurde von Paul Growald gegründet, dem Ehemann von Eileen Rockefeller. Growald begann seine Karriere als PR-Beauftragter für Paul Ehrlich, den Verfasser der malthusianischen Propagandaschrift Die Bevölkerungsbombe (1968).

- Windward Fund: Dieser undurchsichtige Fonds aus Washington spendete Agora 485.853 Euro. Ein Besuch der Website gibt keinen Aufschluß darüber, wer ihn finanziert, nicht einmal, wer die Verantwortlichen sind. Aber laut einer Untersuchung von InfluenceWatch hatte er 2020 Einnahmen von fast 158 Millionen Dollar, ein dramatischer Anstieg gegenüber 43 Millionen im Vorjahr. Sie ist eine „Durchgangsstiftung“ und Mitglied einer Gruppe von Fonds, die vom kommerziellen Unternehmen Arabella Advisers verwaltet werden, das gemeinnützige Organisationen berät, die Gelder zahlreicher namentlich ungenannter Spender verwalten. Arabella Advisors erzielte 2021 fast 1,6 Milliarden Dollar an Einnahmen. Als gemeinnützige Organisation ist sie nicht verpflichtet, die Namen ihrer Spender in ihren Steuerunterlagen offenzulegen. Laut InfluenceWatch gehören ihren wichtigsten Geldgebern die Hewlett und Packard Foundations, die Rockefeller Brothers Foundation und die MacArthur Foundation.

Nach Angaben von InfluenceWatch sind fast alle Windward-Funktionäre „Mitarbeiter von Arabella, die auf eine seltsame Art und Weise operieren, indem sie gefälschte Gruppen und Websites erstellen“, die wie eigenständige gemeinnützige Organisationen aussehen sollen. Diese „gefälschten“ Gruppen „werden selten echte gemeinnützige Organisationen; statt dessen existieren sie in der Regel, um eine Kampagne für ein bestimmtes Thema durchzuführen...“7

- S. D. Bechtel Jr. Foundation: Letztere ist die Familienstiftung des Gründers der Bechtel Corporation, eines der größten Ingenieurunternehmens der USA, das für den Bau vieler US-Militärstützpunkte in der ganzen Welt verantwortlich ist.

Anmerkungen
1. George Anders, Perfect Enough: Carly Fiorina and the Reinvention of Hewlett-Packard, New York: Portfolio, 2003, S. 109
2. Jennifer Reese, „Susan Packard Orr on Philanthropy“, Stanford Business Magazine, Dezember 1997
3. https://www.influencewatch.org/non-profit/grantham-foundation-for-the-pr...
4. https://www.focus.de/finanzen/klima-lobbyismus-hal-harvey-der-reichste-g..., https://www.influencewatch.org/non-profit/climate-imperative-foundation/, https://www.stiftung-klima.de/en/ueber-die-stiftung-und-ihre-partner/, https://climateimperative.org/, https://www.fr.de/politik/us-millionen-fuer-besseres-klima-92261374.html
5. Pippa Stevens, "The secret behind the greatest modern day moneymaker on Wall Street: Remove all emotion". CNBC, 5.11. 2019
6. https://economictimes.indiatimes.com/news/india/sequoia-climate-foundati...
7. https://www.influencewatch.org/non-profit/windward-fund/