Anhänger des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán demonstrierten am 23.10.25 in Budapest gegen jede Unterstützung für den Krieg in der benachbarten Ukraine. In sechs Monaten finden nationale Wahlen statt, und Orbáns Gegner Péter Magyar, dessen Anhänger später am Tag auch eine Demonstration planten, liegt in den Umfragen vorn. Der 23. Oktober ist übigens der Jahrestag des niedergeschlagenen Aufstands Ungarns gegen die sowjetische Herrschaft im Jahr 1956.
Laut The Guardian bezeichnete Orbán „Magyars Veranstaltung als ‚Brüsseler Kriegsmarsch‘“. Orbáns Partei Fidesz, die laut The Guardian „einen bedeutenden Teil der Medien kontrolliert“, behauptet, Magyar, ein Mitglied des Europäischen Parlaments, sei eine Marionette der EU oder ein ukrainischer Agent, der Ungarn in den Krieg treiben wolle.
ABC News berichtete: „An der Spitze des Marsches war auf einem großen Banner zu lesen: ‚Wir wollen nicht für die Ukraine sterben.‘“ Die Teilnehmer schwenkten Fahnen mit den Namen der Städte und Dörfer in ganz Ungarn, aus denen sie kamen, und zogen über die Margarethenbrücke über die Donau, vor der Kulisse des hoch aufragenden neugotischen Parlamentsgebäudes Ungarns. Schätzungen zufolge belief sich die Zahl der Demonstranten auf mehr als 100.000. Premierminister Orbán hielt eine Rede vor der Menge.
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