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Tod eines Bankers

Unter diesem Titel strahlte Arte am 12.12.2017 eine sehenswerte Dokumentation über die Skandale rund um die Banca Monte dei Paschi di Siena aus, die mit Milliardensummen vor dem Bankrott bewahrt wurde – zumindest einstweilig. Ausgehend von dem ungeklärten Tod des Pressesprechers des Bankhauses, David Rossi, wird der Weg dieser ehemaligen Regionalbank zum Global Player mit all den damit verbundenen Abgründen nachgezeichnet. Insbesondere wird die Rolle des damaligen Chefs der Banca d’Italia und jetzigem EZB-Präsidenten, Mario Draghi, beleuchtet, der die völlig überteuerte Übernahme der Bank Antonveneta durch die Banca Monte dei Paschi seinerzeit genehmigte.

Leider fehlt in der Dokumentation der größere Blick im Zusammenhang mit der Finanzkrise von 2007/2008. Denn die Banca Antonveneta wurde erst von Santander übernommen um die Vorbesitzerin ABN-AMRO vor dem Bankrott zu retten und dann, als Santander in Schwierigkeiten kam, an die Banca Monte dei Paschi weiterverhökert.

Über den Skandal haben wir seit 2013 wiederholt berichtet:
Bankenskandal in Italien: Werden Monti und Draghi von ihrer Vergangenheit eingeholt?
oder
Draghi und die italienische Bankenkrise

Die Dokumentation „Tod eines Bankers“ ist noch bis zum 12.03.2018 in der Arte-Mediathek verfügbar.