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Trump soll den USA von Lincoln folgen, nicht von Teddy Roosevelt

In einem Beitrag auf X am 4.1.26 verurteilte die ehemalige argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner die Invasion Venezuelas und Entführung von Präsident Maduro und seiner Frau. Unabhängig davon, was man vom Maduro-Regime halte, könne niemand leugnen, dass „die Trump-Regierung eine Grenze überschritten hat, von der viele von uns dachten, dass sie nie wieder überschritten werden würde. Die Anwendung der Politik des ,Großen Knüppels‘ von [Teddy] Roosevelts Zusatz zur Monroe-Doktrin, die insbesondere in Lateinamerika direkte Militärinterventionen oder die offene Unterstützung durch Sicherheitsbehörden für Staatsstreiche und die daraus resultierende Einsetzung blutiger Militärdiktaturen gerechtfertigt hat, hat den USA in der Vergangenheit alles andere als genützt, sondern in der Region zu negativen Gefühlen gegenüber diesem Land geführt.“

Die „Verletzung der UN-Charta, des Völkerrechts und des grundlegendsten gesunden Menschenverstands“ sowie die „absolute Illegalität und Illegitimität“ der Aktion „schaffen eine Situation großer Instabilität“ in Venezuela „und einen gefährlichen Präzedenzfall in geopolitischer Hinsicht, der jede Verletzung der politischen Souveränität, jede Aneignung von Territorium oder Ressourcen schwächerer Länder durch jede Macht mit wirtschaftlicher und militärischer Stärke ermöglichen würde“. Trumps Operation ziele ganz offen darauf, „die Kontrolle über die größten konventionellen Ölreserven der Welt zu übernehmen“.

Der frühere Präsident Mexikos, Andrés Manuel López Obrador, schrieb gestern Abend auf X: „Ich habe mich aus der Politik zurückgezogen, aber wegen meiner Überzeugungen für die Freiheit kann ich angesichts dieses arroganten Angriffs auf die Souveränität des venezolanischen Volkes und die Entführung seines Präsidenten nicht schweigen. Weder Bolívar noch Lincoln würden akzeptieren, dass die Regierung der Vereinigten Staaten als globaler Tyrann auftritt.“

Er rief Präsident Trump auf: „Verfallen Sie nicht in Selbstzufriedenheit und hören Sie nicht auf die Sirenenstimmen. Schicken Sie die Falken zur Hölle; Sie haben die Fähigkeit, mit praktischem Urteilsvermögen zu handeln. Vergessen Sie nicht, dass der flüchtige Sieg von heute die krachende Niederlage von morgen sein kann.“

Quelle: eirna.de

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