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Ukraine: General a.D. Kujat ruft zur Vernunft auf

In einem wichtigen Gespräch mit der Preussischen Allgemeinen Zeitung am 5.10. geht General a.D. Harald Kujat auf die gefährliche aktuelle Zuspitzung ein und warnt vor der "sehr realen Gefahr", dass der Krieg auf Deutschland übergreift.

Er beklagt u.a. das Fehlen einer klaren westlichen Strategie, "die das Ziel hat, erstens eine geographische Ausweitung dieses Krieges auf NATO-Territorium zu verhindern, zweitens eine nukleare Eskalation zu verhindern und drittens zu einer Friedenslösung beizutragen, die sowohl die Sicherheit der Ukraine gewährleistet als auch die Voraussetzung schafft für eine europäische Sicherheits- und Friedensordnung, in der alle europäischen Staaten – einschließlich der Ukraine und Russlands – ihren Platz haben." Stattdessen höre man immer nur Forderungen nach 'härteren Maßnahmen', selbst wenn diese, wie die Wirtschaftssanktionen, uns mehr treffen als Russland."

Kujat sieht besonders „ die europäische und konkret die deutsche Politik in der Pflicht. Dieser Krieg findet ja nicht in Kalifornien statt oder in Texas, sondern in Europa. Und das Risiko, dass er auch auf Deutschland oder Polen oder die baltischen Staaten übergreift, ist sehr real. Die Sabotageakte gegen Nord Stream belegen dies als deutlich. Also ist es doch in unserem Interesse, diesen Krieg zu einem vernünftigen Ende zu bringen. Vernunft ist hier das entscheidende Stichwort."

Deutschland könne wahrscheinlich nicht direkt vermitteln, "weil es durch seine Unterstützung der Ukraine bereits zu sehr in den Krieg involviert ist. Aber Deutschland kann konstruktiv an einer Strategie der NATO und auch der EU mitwirken. …."

Kujat war von 2000-2002 Generalinspekteur der Bundeswehr und 2002-2005 Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.

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