Wie aus Statistiken hervorgeht, die am 19. Februar vom US-Statistik- und dem US-Wirtschaftsamt veröffentlicht wurden, stieg das Handelsdefizit der USA bei physischen Gütern 2025 auf 1,241 Billionen Dollar und erreichte damit den höchsten Stand, den die Vereinigten Staaten jemals verzeichnet haben.
Im Jahr 2025 stiegen die Importe von physischen Gütern in die USA um 143,2 Milliarden Dollar auf 3,438 Billionen Dollar, während die Exporte aus den USA um 117,7 Milliarden Dollar auf 2,198 Billionen Dollar stiegen. Der von der Trump-Regierung prognostizierte deutliche Anstieg der Exporte blieb aus: Sie stiegen lediglich um 9,8 Milliarden Dollar pro Monat, während der Versuch, die Importe zu verringern, scheiterte – sie stiegen um 11,9 Milliarden Dollar pro Monat.
Das Handelsdefizit der USA für Waren und Dienstleistungen zusammen belief sich im Jahr 2025 auf 901,5 Milliarden Dollar. Im Jahr 2024 betrug es 903,5 Milliarden Dollar, eine „Verbesserung“ von lediglich 0,2 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Handels- und Zollpolitik der Trump-Regierung stammt nicht in erster Linie von Trump selbst, sondern von der Heritage Foundation. Diese wird unter anderem von der Sarah Mellon Scaife Foundation finanziert und betrieben. Diese wurde maßgeblich von dem verstorbenen Milliardär Richard Mellon Scaife geprägt und finanziert. Scaife finanzierte die „Get LaRouche Task Force“, um den amerikanischen Ökonomen und Staatsmann Lyndon LaRouche (1922-2019) zu verleumden und ins Gefängnis zu bringen. Der derzeitige Vorsitzende der Sarah Mellon Scaife Foundation, Michael Gleba, ist stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Heritage Foundation.
Zu den Mitgliedern der Heritage Foundation, die an der Ausarbeitung und Durchsetzung der sogenannten „Trump-Handels- und Zollpolitik“ mitgewirkt haben, zählen Peter Navarro, der den Abschnitt über Handel und Zölle im Projekt 2025 der Heritage Foundation verfasst hat und derzeit als Senior Counselor für Handel und Produktion für Präsident Trump tätig ist, Kevin Robert, Präsident der Heritage Foundation, sowie Andrew Hale, der als Senior Policy Analyst für Handelspolitik bei der Heritage Foundation arbeitet.
Jamieson Greer, der US-Handelsbeauftragte, der die US-Handelsbeziehungen im Jahr 2025 leitete, schwang letzten Monat in Davos große Reden, lobte Alexander Hamilton, Friedrich List, Henry Carey und andere, verfolgt in der Praxis jedoch eine globalistische Handelspolitik. Die sogenannten „Trump-Zölle“ entsprechen nicht dem Ansatz von Alexander Hamilton und dem American System, sondern sind eine Form der Vergeltung im Rahmen einer Wirtschaftskriegsführung. Die Milliardäre Scott Bessent (US-Finanzminister) und Howard Lutnick (US-Handelsminister) sind entschiedene Befürworter und Durchsetzer dieser Zollhandelspolitik.
Laut dem US-Statistikamt und dem Bureau of Economic Analysis ist das Handelsdefizit der USA mit China im Bereich physischer Güter im Vergleich zum Vorjahr (2024) um 93,4 Milliarden Dollar auf 202,1 Milliarden Dollar für 2025 zurückgegangen. Gleichzeitig stieg das Handelsdefizit der USA mit Taiwan um 73 Milliarden Dollar auf 146,8 Milliarden Dollar für 2025 und das Handelsdefizit der USA mit Vietnam um 54,7 Milliarden Dollar auf 178 Milliarden Dollar für 2025. Diese beiden Länder glichen den Rückgang des Handelsdefizits Chinas gegenüber den USA somit mehr als aus.
Quelle: eirna.de
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