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US-Ökonomin fordert "qualitative easing" für Infrastruktur - nach dem Vorbild Chinas

In einem Artikel, der am 28.2.2018 in Global Research erschien, fordert die US-Ökonomin Ellen Brown dazu auf, die erfolgreiche chinesische Wirtschaftspolitik zu studieren, und diese Lehren anzuwenden, um die eigene auseinanderfallende Infrastruktur wiederaufzubauen, „bevor es zu spät ist.“

Brown ist Gründerin des Public Banking Institute. Sie bewertet die gegenwärtigen Vorschläge zur Finanzierung des 1.5 Bio. $ Infrastrukturprogramms von US-Präsident Trump als nicht realistisch. Nur 200 Mrd. $ sollen bisher aus Bundesgeldern zur Verfügung gestellt werden, der Rest soll aus den schon leeren Landes- und Kommunalhaushaltskassen kommen. Statt China als Bedrohung für die nationale Sicherheit zu betrachten und die vorhandenen Ressourcen in den Militäraufbau zu stecken, wäre es nützlicher, Chinas erfoglreiche Wirtschaftspolitik zu studieren, so Brown.

Dabei weist sie besonders auf die Rolle der staatlichen chinesischen Banken , beispielsweise bei der Finanzierung des ausgedehnten Hochgeschwindigkeitsnetzes hin. Die fünf größten, mehrheitlich in Staatsbesitz befindlichen Banken vergeben schwerpunktmässig Kredit an Staatsfirmen. Und die chinesische Zentralbank PBOC benutzt, in den Worten von Brown „eine innovative Art des quantitative easing“ - manchmal auch als „qualitative easing“ bezeichnet, bei der „Liquidität nicht in die Rettung der größten Banken gelenkt wird, sondern als 'gezielte Intervention ' in die produktivsten Bereiche der Wirtschaft“, wie die Megaprojekte der Belt und Road Initiative.

Warum gründet die amerikanische Regierung nicht auch eine nationale Infrastrukturbank, so Brown, „die so Kredite vergibt wie Chinas große öffentliche Banken? Auch die Federal Reserve könnte 'qualitative easing für die Infrastruktur betreiben, so wie die chinesische Zentralbank People's Bank of China.“