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Verteidigungsminister Panos Kammenos: Griechenlands Regierung wird die nationale Souveränität verteidigen

In einem Interview mit [i]Star TV[/i] erklärte der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos, die Gläubiger Griechenlands wollten, ihrem Verhalten zufolge, keine Einigung. Wie die englischsprachige Enikos.gr-Webseite berichtetet, habe Kammenos betont, daß „die Souveränität des Landes, seine Rohstoffvorkommen, Häuser und Geschäfte von griechischen Bürgern nicht verpfändet würden.“ Die griechische Regierung sei bereit zu einem „ehrenhaften Kompromiss“ mit den Gläubigern, aber gegenwärtig fehle dieses Element auf deren Seite. Die griechische Bevölkerung habe die Regierung beauftragt, die nationale Souveränität zu verteidigen, die interne Abwertung zu stoppen und die Politik zu beenden, „die das Land verwüstet hat“. Griechenland wolle keinen Grexit, werde jedoch die Souveränität verteidigen und mit all denen Abkommen schließen, mit denen dies möglich sei. In diesem Zusammenhang nannte er die USA, Rußland, China, Indien und Länder des Nahen Ostens.

Was China angeht, so betont die chinesische Regierung seit dem kürzlichen Besuch des griechischen stellvertretenden Premierministers Yiannis Dragasakis ihr Interesse an dem von griechischer Seite vorgelegten dreijährigem Kooperationsplan für die gemeinsame Entwicklung von Häfen, Schiffsbau- und reparatur, Kredit und Zulieferkette, sowie im Bereich der kulturellen Zusammenarbeit.

Das ist nur ein Beispiel für die großangelegte Entwicklungsstrategie der BRICS-Staaten und der AIIB, bei der Kredit für produktive Investitionen statt für Spekulation im Mittelpunkt steht. Wenn Europa daran mitarbeiten will, ist es unumgänglich, daß das bankrotte transatlantische Finanzsystem in Ordnung gebracht wird – mit der Glass-Steagall-Bankentrennung und dem Aus für das supranationale Konstrukt Euro.